Die Chronik von 2018 - St. Hubertus Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem

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Die Chronik von 2018

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Den Jahresauftakt bildeten traditionell die Neujahrsempfänge der Pfarrgemeinde und der Stadt Dormagen, an denen S.M: Manfred II. mit Abordnung teilnahm.
 
Am Sonntag 28. Januar fand das St. Sebastianus Kinder- und Jugend-Pokalschießen statt. Betreut durch unsere Schießmeister Jürgen Schumacher und Manfred Wagner kämpften die Jugendlichen um gute Schussbilder und Pokale.
 
Bereits am 03. Februar startete mit dem Seniorenfest für die älteren Horremer wieder die „Fünfte Jahreszeit“. Die Senioren konnten sich bei Kaffee und Kuchen in die närrische Zeit einstimmen lassen. Mit einem etwas angepassten Ablauf zum Karneval hatte die Bruderschaft auch 2018 wieder ihre Karnevalsveranstaltungen im Bürgerhaus Horrem durchgeführt. Erstmalig gab es eine Karnevalsparty am Freitag und am Karnevalssamstag wieder den großen Preis- und Kostümball der Bruderschaft. Hier wurden die besten Kostüme prämiert, was bei der Auswahl nicht so einfach war. „Eigentlich hätten wir alle prämieren müssen“, so der Brudermeister Manfred Klein. Ein Höhepunkt war auch der Besuch des Dormagener „Zweigestirns“ Jungfrau Holgi (Geroneit) und Prinz Timo I. (Piontek) der KG Ahl Dormagener Junge mit seinem Gefolge am Samstag. Der Bauer Andi (Krakowski) fiel krankheitsbedingt leider aus. Der Caterer „Firma Neu“ und der DJ „ Mike Gouda“ konnten voll überzeugen, aber Gäste und Schützen füllten nicht immer den Saal, vor allem der Freitag war schlecht besucht.
 
Ende Februar stand eine umfangreiche Renovierung des Schützenhauses an. Viele Helfer verpassten Wänden und Decken einen frischen Anstrich und die seit einem Einbruch in 2017 teilweise demolierten Küchenelemente wurden durch eine neue Küchenzeile ersetzt.
 
Josef Franzen organisierte traditionell die Horremer Teilnahme am Sauberhafttag am 10. März. Die Horremer Mannschaften nahmen am Dr. Geldmacher Pokalschießen im März teil und die Bruderschaft durfte als Ausrichter alle Teilnehmer zur Siegerehrung am 17. März im Bürgerhaus Horrem begrüßen. Die Platzierungen wurden im Schießmeisterbericht erwähnt.
Der Bezirksverband Nettesheim lud zum Bruderschaftstag am 16. März ein. Thomas Loebelt berichtete aus seinem Buch „…und immer eine Antwort“, wie ihn Kirche und Glaube als Schütze in seinem Königsjahr begleitet hatten.
 
Die Jahreshauptversammlung der Bruderschaft fand am 23. März statt. Der Kassenbericht und die Neuwahl eines zusätzlichen Kassierers inkl. der hierzu erforderlichen Anpassung der Vereinsordnung standen auf der Tageordnung. Der im Vorjahr gewählte 2. Kassierer Henryk Volkmann wird als Kassierer A weiter tätig bleiben und mit Stefan Pitsch wurde ein Kassierer B als Unterstützung des Kassenteams um den 1. Kassierer Albert Grabowski gefunden.
 
Die Bezirksjugend traf sich am Sonntag, 15. April in Anstel zum Bezirksjungschützentag. Mit einer Statio am Dorfplatz – gestaltet von Bezirkspräses Peter Mario Werner und Gemeindereferent Martin Brendler – begann der Tag. Einige hundert Besucher, davon ca. 120 Wettbewerbsteilnehmer zeigten die große Resonanz dieses Tages. Das Bezirks-Pokalschießen der Schüler entschied die St. Hubertus Bruderschaft Dormagen-Horrem mit 133 Ringen für sich. 2. Sieger in der Einzelwertung wurde Fiona Warda (46 Ringe). Auch den Bezirkspokal der Jungschützen erstritt die Mannschaft der St. Hubertus Bruderschaft Horrem mit 111 Ringen. Die ersten zwei Plätze der Einzelwertung entschieden Kay Peters (40 Ringe) und Dominik Grabowski (38 Ringe) für sich. Beim Bogenschießen, Pokal der ehemaligen Bezirksprinzen und den ehemaligen Bezirks-Edelknabenkönigen waren die Horremer leider nicht auf dem Podest vertreten. Beim Wettbewerb der Fahnenschwenker errang in Pagenklasse 3 Sam Maaßen den ersten Platz und in Klasse B1-Damen konnte Marietta Barabas den ersten Platz erreichen. Der neue Bezirks-Jungschützenkönig Lars Redemann kommt aus Anstel, Bezirks-Schülerprinz Jonas Falke aus Hackenbroich  und Bezirks- Edelknabenkönig Simon Schneider aus Hackenbroich. Hier konnten die Horremer leider nicht punkten.
 
Am Samstag, 28. April 2018 lud der Bezirksverband Nettesheim zum Bezirksköniginnentag nach Anstel ein. Bereits zu Kaffee und Kuchen wurden die Königspaare, Brudermeister, Obristen und ehemaligen Bezirkskönige in die festlich geschmückte Ansteler Schützenhalle eingeladen. Neben unserer Majestät S.M. Manfred II. Hoffmann und Königin Sabine Paul waren u.a. auch das Bezirkskönigspaar S.M. Hermann-Josef Koschnik und Elke Widmann des BV Nettesheim und als Ehrengäste das Bezirkskönigspaar aus Grevenbroich S.M. Christoph und Renate Robert und das Diözesankönigspaar des DV Köln S.M. Reiner und Petra Arenz geladen. Im Anschluss trafen die Abordnungen und Fahnen der Bruderschaften ein und in kurzem Umzug zu Klängen des TC Anstel zogen alle Gäste zur Kirche St. Martinus Nettesheim zur gemeinsamen Messfeier. Auf dem Rückweg konnten die Königspaare beim Vorbeimarsch alle Schützen begrüßen. Die Königinnen standen abends im Mittelpunkt des Festballes. Jedes Königspaar erhielt eine Erinnerungsurkunde vom Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck und ein Erinnerungsfoto von der gastgebenden Bruderschaft St. Sebastianus Anstel. Ein Spitzen-DJ und fröhliche Gäste feierten nach dem offiziellen Rahmen noch bis nach Mitternacht. Damit ging für unser Königspaar und den Königszug 2. Grenadierzug ein weiteres Highlight des Schützenjahres zu Ende.
 
Reges Treiben konnte am Sonntag, den 29. April, am Schützenhaus Horrem beobachtet werden, denn die Edelknaben und Edelfräuleins trafen sich, um ihren Würdenträger 2018/2019 zu ermitteln. Begonnen wurde der Wettkampf mit dem Pfänderschießen. Jan-Luca sicherte sich mit dem 54. Schuss das Kopfpfand. Nachdem sich die Rasselbande warmgeschossen hatte, fiel der linke Flügel mit dem 12. Schuss bei Florian Cromann. der rechte Flügel fiel beim 7. Schuss bei Mia- Stella Guder und mit dem 6. Schuss fiel letztlich der Schweif bei unserer Lara Warda. Nach 1Stunde und 20 Minuten und 118 Schuss später, fiel der Rumpf bei Lara Warda von der Stange – sie ist damit ab Schützenfest die neue Edelknabenkönigin.
 
Am 30. April richtete die Jungschützenabteilung den Tanz in den Mai aus. Wegen dem böigen Wind musste leider das Maifeuer entfallen und auch ein geschmückter Kranz am Maibaum konnte leider nicht angebracht werden. Die Jugend ermittelte in spannenden Schießwettkämpfen ihre Würdenträger: Schülerprinzessin wurde Vanessa Müller und Prinzessin der Bruderschaft wurde Marietta Barabás.
 
Zum alljährlichen Schießen (12. Mai) um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige der Bruderschaft konnte Martin Höfs 12 Könige und Königinnen zu einem gemütlichen Nachmittag im Schützenhaus begrüßen. Die Pokalinhaber Marlene Lüpschen und Dieter Müller sorgten für das leibliche Wohl Ein besonderer Gruß galt dem amtierenden Königspaar Manfred Hoffmann und Sabine Paul sowie dem Kronprinzenpaar Michael Lotz und Christiane Wolfertz, die traditionell die Gäste bedienten, sowie das Silberkönigspaar Wolfgang und Doris Simon und den Brudermeister Manfred Klein mit Gattin Susanne. Unter der Leitung des Schießmeisters Jürgen Schumacher errang Britta Clemens (Königin 2011/12) mit dem 150. Schuss den Damenpokal, Martin Höfs (König 2004/05 aus dem Tambourcorps) holte mit dem 175. Schuss den Vogel zum Herrenpokal von der Stange. Heinrich Chemnitzer hatte wieder für jede Königin eine kleine Blume gestiftet. Es wurde - wie immer - ein sehr gemütlicher Nachmittag!
 
Ein Besuch des Bundesköniginnentages in Delbrück fand am 13. Mai statt. Mit großer Abordnung begleiteten die Schützen S.M. Manfred II. Hoffmann und Königin Sabine Paul zur Festmesse und anschl. Umzug durch Delbrück/Westenholz, bevor der Tag mit einem gemeinsamen Mittagessenbuffet und gemütlichem Beisammensein schloss.
 
Wieder im Seniorenzentrum "Markuskirche" fand am 15. Mai die Eröffnung der Schützenausstellung statt. Hier waren auch die Jubiläumszüge 70 Jahre 1. Jägerzug "Mer fenge net heem", 70 Jahre 2. Jägerzug "Us krieje se nit unger d'r Dösch" und 40 Jahre 13. Jägerzug "Immer op Zack" vertreten. Die Jubelzüge, das Königspaar, die Würdenträger der Schützenjugend und Auszüge der Chronik werden in Text und Bild dargestellt. Eine alte Königskette, Horremer Fahnen und auch erstmalig zwei Schaufensterpuppen in Schützentracht zeigen den Mitbewohnern des Seniorenzentrums und allen Gästen bis zum Schützenfest Eindrücke von den Horremer Brauchtumspflegern.
 
Das Preis- und Pokalschießen fand am Samstag, 19. Mai statt. Die Sieger wurden am Schützenfestmontag bekannt gegeben.
 
König- und Oberstehrenabend
Am Samstag, 26. Mai, feierte die Horremer Bruderschaft ihren König- und Oberstehrenabend. Während sich das Regiment am "Lindenhof" sammelte, durften S.M. Manfred II Hoffmann mit Königin Sabine Paul und Oberst Jürgen Klein mit Verlobter Claudia John ihre Gäste begrüßen. Viele Königspaare aus dem Stadt- und Bezirksverband waren der Einladung nach Horrem gefolgt. Auch der diesjährige Schirmherr des Schützenfestes Martin Siedlaczek durfte bereits als Gast begrüßt werden. Mit dem Tambourcorps Germania Horrem, unter der Leitung von Tambourmajor Michael Lotz und seiner Partnerin Kronprinzessin Christiane Wolfertz an seiner Seite, zog das Regiment zum Schützenhaus, wo es herzlich empfangen wurde. Oberst Jürgen Klein dankte für die zahlreiche Teilnahme der Schützen an einem sehr heißen Samstagnachmittag und gedachte der Verstorbenen, bevor er das Mikro an Jungschützenmeisterin Sabrina Hahn weitergab, die die neue Schülerschützenkönigin Alia Guder krönte. Erfolgreiche Pfänderschützen waren: Rechter Flügel Katrin Schmalbuch, Kopfpfand Jan Guder, linker Flügel Alia Guder und Schweif Vanessa Müller.
Nach einem erfrischenden Umtrunk zogen die Gäste und das Regiment zum Bürgerhaus, wo sie von der Liveband "Trio Nightlife" erwartet wurden. Brudermeister Manfred Klein durfte neben Grußworten Blumen an Claudia -noch- John überreichen und konnte berichten, dass die Hochzeit mit Oberst Jürgen Klein schon fest geplant sei. Beim Blumenstrauß für Königin Sabine Paul durfte hier nochmals lächelnd nachgefragt werden, wie weit das Königspaar mit den Hochzeitsvorbereitungen sei. Neben den Grüßen an alle Würdenträger galt auch ein Dank dem Thekenteam 5. Jägerzug und XII. Jägerzug, der auch das Catering übernommen hatte. Ein spezieller Dank galt den Firmen, die mit ihrem Sponsoring die Liveband ermöglichten. Die Krönung des Königs der Könige wird erst zu Schützenfest Freitag erfolgen, da Organisator Martin Höfs verhindert war. Oberst Jürgen Klein durfte verdiente Schützen befördern: Zum Leutnant wurden befördert Joachim Melletin (2 Grenadierzug) und Bernhard Schmitt (1. Jägerzug). Zum Oberleutnant befördert wurde Oberstadjutant Udo Zander (1. Jägerzug), den diese Ehrung sehr überraschte. Zum Major wurde René Cosmeci (1. Jägerzug) befördert, der seit 2010 das Amt des Jägermajors innehat. Vor dem dreifachen Hoch auf die Schützen übernahm Adjutant Udo Zander das Mikrofon und durfte Oberst Jürgen Klein (13. Jägerzug) mit der Beförderung zum Oberst überraschen. Schön, dass dieses Duo, beide seit 2010 in ihren Ämtern, sich hier gegenseitig überraschen konnte. Die Versammlung der Stabsoffiziere, die gemeinsam beschließt, wer befördert wird, hatte eine gute Wahl getroffen.
Im weiteren Verlauf des Abends durfte Brudermeister Manfred Klein Standartenträger Stefan Pitsch mit dem Königspaar zur Empore bitten, um in einer Laudatio Rückblick auf deren Königsjahr zu halten. Nach 2009/10 waren Sabine und Manfred genau auf den Tag vor einem Jahr zu Schützenfest 2017 erneut zum Königspaar gekrönt worden. Ein heißes Schützenfest 2017, viele Besuche bei den Nachbarvereinen, ein Vorstandsausflug und zuletzt der Bezirksköniginnentag in Anstel im Mai 2018 zählten zu den Highlights des Königsjahres. Auch humorvolles wurde berichtet, so die Äußerung von Sabine "Der Chef geht immer rechts" als Bestätigung, dass die Dame rechts vom Herren im Hofstaat geht. Beim Bezirkschießen hat es leider in beiden Königsjahren nicht zum Titel des Bezirkskönigs gereicht. Aber aller guten Dinge sind bekanntlich DREI. Dank gilt dem Königszug 2. Grenadierzug. Auf die Frage, warum sie im Königsjahr nicht geheiratet hätten, muss Manfred wohl einmal geantwortet haben, sie hätten einfach keine Zeit gehabt, Sabine hätte einen Antrag gewünscht und nach 35 Jahren Partnerschaft mache er doch keinen Antrag mehr. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich DREI. Mit einem dreifachen Hoch und Standing Ovations und Jubelrufen auf das Königspaar endete die Laudatio. In seinen abschließenden Grußworten bestätigte S.M. Manfred, das Königsjahr sei super, super schön gewesen. Er dankte seinem 2 Grenadierzug und da mehrfach angesprochen, versicherte er, die Hochzeit würde nachgeholt. Zur Überraschung aller Gäste und zur besonderen Freude von Sabine ging Manfred auf die Knie und fragte feierlich, ob Sabine seine Frau werden möchte. Mit Tränen in den Augen sagte Sabine JA. Man sieht sich immer dreimal: Sabine, bald Hoffmann, und Manfred Hoffmann sehen wir -so Gott will- wieder - in 5-6 Jahren, als erstes Horremer Kaiserpaar. Mit einem Lächeln zu dem noch ledigen Kronprinz Michael Lotz und seiner Partnerin Christiane Wolfertz zugewandt, bat Brudermeister Manfred Klein zum Ehrentanz für das Königs- und Obristenpaar und anschl. für alle Königspaare im Saal.
Auch wenn hiermit der offizielle Rahmen beendet war, wurde im Anschluss noch lange getanzt und gelacht und neue Freundschaften geknüpft und bestehende vertieft.
 
Donnerstag, 31. Mai 2018 - Fronleichnam:
Freude – Tränen – Freudentränen – unter diesem Motto stand das Schützenfest 2018. Ein erfreulicher Umstand war, dass das Fest mit einem sogenannten Brückentag startete, denn am Donnerstag feierten die Schützen das Fronleichnamsfest rund um die Kirche St. Katharina Hackenbroich. Bei warmen, teilweise sonnigen und trockenem Wetter konnte Pastor Peter Stelten im Rahmen der Festmesse vor der Kirche über den Brückentag predigen und erläuterte, dass auch der Fronleichnamstag ein Brückentag sei: Jesu habe die Brücke zwischen Gott und uns Menschen gebaut. Das Chorhaus St. Michael gestaltete die Feier mit und zum Abschlusslied „Wie ein Fisch im Wasser, so leben wir mit Gott“ startete die Prozession. Am Hof Decker war ein Altar aufgebaut und ein wunderbares Bodenbild aus Blumen und Getreide überbrachte die Botschaft „Brot des Lebens“. Die ca. 500 Teilnehmer konnten nach dem Schlusssegen am Kath. Kinder- und Jugendtreff zum gemütlichem Ausklang bei Kaffee, Kuchen, Würstchen und Bier gemeinsam noch etwas miteinander verweilen.
 
Schützenfest vom 01. bis 04. Juni 2018
Freitag, 01. Juni 2018:
Freude hatten die Kinder aller Horremer Kindertagesstätten, die zwar bei bewölktem, aber trockenem Wetter zur Musik vom Tambourcorps Germania Dormagen-Horrem ins Festzelt zogen. Dies war der traditionelle Auftakt zum 98. Horremer Schützen- und Heimatfest. Tränen regnete es vom Himmel herab – kurz nachdem die letzten Kinder das Zelt erreichten, gab es einen heftigen und andauernden Regenschauer. Brudermeister Manfred Klein lobte die Kinder, sie seien wohl sehr brav gewesen, dass sie das Zelt trocken erreichten. Organisatorin Jenny Gnade durfte sodann das Kindergartenkönigspaar S.M. Pacino Reinhardt und Königin Alicia Lange der ev. Kindertagesstätte „Sonnenblume“ mit Süßigkeitenstrauß, einer Urkunde und Königsinsignien krönen. Glücklicherweise war Susanne Klein aufmerksam und holte noch schnell die zuvor vergessene Königskette für die Kinder. Das noch amtierende Königspaar S.M. Manfred II Hoffmann und Sabine Paul erhielten ein kleines Präsent, bevor dann „Violetta’s Puppenbühne“ die Kinder in ihren Bann zog. Der anhaltende Dauerregen verhinderte die abschließende Karussellfahrt und die Erzieherinnen überbrückten auf der Bühne mit Mitmachgesang die Zeit bis zu einer Regenpause für den Heimweg. Für den Vorstand, die Königin und Kronprinzessin war es schwer, aus den vielen Bildern zum Malwettbewerb „Ein Besuch im Zoo“ Sieger zu ermitteln. Alle Kinder hatten tolle Gemälde, aber drei stachen etwas hervor: 1. Platz Fabian Mattea, städt. Kita „Rappelkiste“ (Flamingo-Bild), 2. Platz Romy Gallina (Giraffe im Zoo) und 3. Platz Alessia Tardio (Zoobesuch mit Regen – wie passend) je kath. Kita „Hl. Familie“ waren die Sieger eines kleinen Preises.
Viele Königspare aus Stadt- und Bezirksverband, die Zugkönigspaare und Corpskönige, Silberkönig Wolfgang Simon, weitere Gäste und der Vorstand waren von Kronprinz Michael Lotz mit Partnerin Christiane Wolfertz in prachtvollem langem roten Kleid in die festlich geschmückte Residenz im Haus für Horrem zum Umtrunk geladen. Traurigerweise waren einige Gäste erkrankt, u.a. Silberkönigin Doris Simon und Jungschützenmeisterin Sabrina Hahn. Bei leichtem Nieselregen konnte im Anschluss das Regiment abgeschritten werden, bevor auf der „Domplatte“ die Krönung der neuen Edelknabenkönigin Lara Warda startete. Die 2. Jungschützenmeisterin Marietta Barabás überreichte das im Vorjahr vom 10. Jägerzug gestiftete Krönchen und Brudermeister Manfred Klein unterstützte mit der Edelknabenkönigskette. Die scheidende Edelknabenkönigin Giovanna Guder erhielt den Bambini-Erinnerungsorden.
Zum Abschied von Sabine Paul und Manfred Hoffmann erinnerte Manfred Klein an den Kniefall und Heiratsantrag des Königs auf König-/Oberstehrenabend; bis zur Eheschließung sei dies ein fester Tagesordnungspunkt jeder Mitgliederversammlung. Wo Sabine ist, da sei Freude und Sonne stellte der Brudermeister fest und Manfred Hoffmann bedankte sich für das tolle Königsjahr und verabschiedete sich mit den Worten: „Bis in fünf Jahren“ –dann ist es ihm nämlich erlaubt, nochmals König und damit so Gott will erster Horremer Kaiser zu werden. Manfred Klein stellte das neue Königspaar Michael Lotz und Christiane Wolfertz kurz vor, bevor mit Hilfe von Susanne Klein und Ex-Königin Sabine Janning ein von Sabine Paul neu gestiftetes Diadem und die Königskette ihre Besitzer wechselten. Ein dreifaches hoch, drei Böller der Artillerkanone „Nettchen“ und nicht zuletzt die „Decke Trumm“ und der Schlachtruf des TC Germania verkündeten die freudige Nachricht, das Horrem einen neuen König hat. Präses Pfarrer Peter Stelten betonte, dass er die Bestrebungen zur Eheschließung nur unterstützen könne und man in der Republik Horrem zum Royalisten werden könne. Die Königswürde sei ein Dienst an der Bruderschaft, an Horrem und der Gemeinschaft der Kirche: „Seid gesegnet“. Ein kleines Präsent erhielten König und Edelknabenkönigin, bevor die Königsstandarte von Oberst Jürgen Klein an Martin Höfs übergeben wurde. Martin trägt damit zum ungezählten Male die Standarte für seinen Tambourcorps und den 13. Jägerzug, dem er als passives Mitglied angehört.
Mundschenk Wolfgang Simon servierte den Königstrunk, das Rezept ist geheim, die verzogenen Minen unübersehbar und laut Brudermeister Klein hätten die Flaschen noch Reichsmarkbanderolen. Zum Toast stellte S.M. Michael III. Lotz fest, der Nieselregen seien nur die Freudentränen seines 2008 verstorbenen Vaters Winfried, ab jetzt scheine die Sonne. Er habe Chrissi –wie gute Freunde Christiane rufen - beim Zelten kennen und lieben gelernt und freue sich, nun mit Horrem vier Tage lang „zu zelten“. Der Ehrentanz, eine kleine Sekterfrischung und die anschließende Parade am Dorfanger folgten, bevor der Umzug nach seinem Weg durch Horrem wieder trocken ins Zelt gelangte.
Traurig stimmte auch die Tatsache, dass Astrid Raab aus gesundheitlichen Gründen, das Fest nicht wie gewohnt mitfeiern konnte. Der 2. Brudermeister Kurt Raab war deshalb auch nicht häufig im Zelt präsent, sondern unterstützte daheim seine Frau. So begrüßte Brudermeister Manfred Klein persönlich die Königspaare und Gäste von nah und fern auf der Bühne im Festzelt, u.a. das Diözesankönigspaar aus Essen, S.M. Thomas und Marion Heinrichs. Mit Standing Ovations wurden das Königspaar und auch das Ex-Königspaar begrüßt. Auch das Goldkönigspaar Mathilde und Hans Weihrauch und Silberkönig Wolfgang Simon konnten begrüßt werden. Wolfgang durfte einen Genesungsgruß für seine Doris entgegennehmen. Die Königin des Hist. Corps Bianca Klein, geborene Busch durfte nachträgliche Gratulationen zur kürzlichen Eheschließung mit Raphael Klein entgegennehmen. Für den Schirmherren Martin Siedlaczek, Centerleiter des Autohauses Gottfried Schultz, war es der erste Abend auf einem Schützenfest – seine unvergleichliche, aktive Teilnahme an ALLEN Tagen sollte noch zeigen, wieviel Freude es macht, in Horrem zu feiern. Als Co-Moderatorin zeigte Ex-Königin Sabine Janning ihr Talent. Der König der Könige Martin Höfs (175. Schuss) und Königin der Königinnen Britta Clemens (150. Schuss) wurden von Königin Chrissi gekrönt. Blumen und ein Erinnerungskettchen zum Abschied erhielten Marlene Lüpschen und Dieter Müller als ehemalige König der Könige. Die Fahnenschwenker Marietta und Anna Barabás und Sam und Jan Maaßen überzeugten auf der Tanzfläche mit einer technisch perfekten Darbietung ihrer Schwenkkunst. Bei der Zugabe kamen noch Fiona und Leon Hornig als Nachwuchsschwenker hinzu. Die Vorstellung der Zugkönigspaare und der Ehrentanz beendeten den offiziellen Teil des Abends. Das große Höhenfeuerwerk startete 10 Minuten früher und konnte so bei trockenem Himmel diesen zum Leuchten bringen. Freude und Freudentränen prägten den Abend. Die Band „Teamwork“, die auch um Mitternacht das Geburtstagskind Kathrin Müller mit Schriftführer Otto Müller zu einem Tanz bei romantischer Musik zur Tanzfläche baten, spielte noch lange auf. Bis nach 1:00 Uhr dauerte die Party im Festzelt und für so manche durstige Kehle endete sie erst noch später in der Residenz des Königs.
 
Samstag, 02. Juni 2018:
Die drei Salutschüsse der Artillerie „Immer in Stellung“ und das Glockengeläut zur Mittagszeit verkündeten freudig den Start des Fassanstiches und Gästeschießens am Schießstand. Bei der Begrüßung kam Brudermeister Manfred mit den Vornamen Michael, Manfred, Martin etwas aus dem Tritt. Dabei war es doch einfach: Brudermeister Manfred, Schirmherr Martin Siedlaczek, S.M. Michael Lotz, geistlicher Begleiter Martin Brendler, Ex-SM Manfred Hoffmann, ev. Pfarrer Martin Fröhlich, stellv. Bürgermeister Michael Dries und Standartenträger Martin Höfs. Als Gäste mit anderen Vornamen wurden u.a. begrüßt: die Gästekönigin Susanne Klein, Vorsitzender der KG „Ahl Dormagener Junge“ Jens Wagner mit Prinz Timo Piontek und Jungfrau Holgi Geroneit, Vertreter aus Politik und Wirtschaft, die Sponsoren der Livemusik zu König-/Oberstehrenabend und viele mehr.
Dankurkunden erhielten die zahlreichen Helfer, die dem Schützenhaus einen neuen Deckenanstrich gaben und eine neue Küchenzeile einbauten: Christian Teßmann, Daniel Simon, Dennis Hornig, Dieter Herrmann, Erich Mämecke, Helmut Kroder, Jörg Klengel, Kurt Raab, Lothar Kroder, Manfred  Wagner, Manfred Hoffmann, Manfred Klein, Marcel Büschmann, Marietta Barabás, Martin Höfs, Michael Dittmann, Michael Lotz, Peter Van Wijk, René Cosmeci, Sam Maaßen, Stefan Pitsch, Stefanie Warda und Volker Schumacher.
Für den trauriger Weise erkrankten Bürgermeister Erik Lierenfeld übermittelte sein Stellvertreter Michael Dries die Grüße von Rat und Verwaltung und stellte klar, die Schützen seien in Zeiten abbrechender Traditionen das gesamte Kalenderjahr über eine wichtige Konstante in der Mitgestaltung des Ortsteils Horrem und trotz ihrer Traditionen stets offen für Neues. Die Leiterin des Seniorenzentrum Markuskirche Melanie Probst grüßte die Schützen und dankte für die Schützenausstellung in ihren Räumen. Der geistliche Begleiter Martin Brendler wollte es zunächst mit jugendlichen Worten schnell erledigen: „Lieber Gott, Segne flott“ – führte dann aber aus, dass er dem Fest gute Begegnungen und ein geselliges Miteinander im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes wünsche. Schirmherr Martin Siedlaczek freute sich, als Neu zugezogener so herzlich aufgenommen zu sein, es sei ihm auch eine große Ehre nun Mitglied im Gästezug „Treu Horrem“ zu sein. Souverän schlug er dann auch das erste Fass an und wünschte den rekordverdächtigen 38 Teilnehmern viel Erfolg beim Gästeschießen.
  
Schießmeister Jürgen Schumacher baute einen stabilen Holzvogel, der erst nach einer Stunde mit dem 85. Schuss von Bernd Gellrich den linken Flügel verlor. Auf Grund der fortgeschrittenen Uhrzeit wurden die anderen Pfänder nicht ermittelt und ein angesägter und geschwächter Vogel fiel dann auch um 14:15 Uhr mit dem 91. Schuss von Werner Haas von der Stange. Werner wohnt seit 1991 in Horrem, ist aktiver Schütze in Delrath und dort amtierender Schützenkönig. Schirmherr Martin Siedlaczek und Ex-Gästekönigin Susanne Klein erhielten einen Ansteckpin und der neue Gästekönig den von der Thorsten Janning gestifteten Pokal und die Gästekönigkette.
  
Freudig krönte Jägermajor René Cosmeci bei einem Umtrunk der Jägerabteilung den neuen Jägerkönig Theo Berngen, Jungjägerkönig Thorsten Klein und König der ehem. Jägerkönige Henryk Volkmann und verdiente Pfänder- und Gästeschützen. Auch die Historische Abteilung traf sich nachmittags zum Umtrunk am „Lindenhof“ und krönte nach langer Zeit auch wieder zu Schützenfest ihre Würdenträger. Corpsmajor Jörg Klengel würdigte den König des Historischen Corps Dennis Hornig, Königin Annetta Buhr und König der Könige des Historischen Corps Peter van Wijk. Während noch die Artillerie böllerte und das TC Germania ein Ständchen spielte, startete die Jägerabteilung mit dem TC „Frisch auf“ Worringen zum Sternmarsch und beide Abteilungen zogen zum Antreteplatz und als komplettes Regiment zum Ehrentanz auf der Domplatte und zum Totengedenken am Dorfanger. Brudermeister Manfred Klein betonte, dass es auch nach 70 Jahren des Traums von Frieden und Wohlstand noch immer Unfriede um uns herum und bedrohliche Situationen auf der Welt gäbe, für die Europa dann noch die Waffen liefere. Wenn nicht wir, wer sonst, könne etwas bewirken und Hilfe leisten. Die Ansprache zum Totengedenken sei auch heute noch aktuell und nicht überholt und diene zur Mahnung und zur Bestärkung der europäischen Idee des Friedens. Für diese klaren Worte zollten die Zuschauer und Schützen Beifall. Der geistliche Begleiter Martin Brendler zitierte aus Psalm 85 „Frieden verkündet der HERR seinem Volk“ und bat darum, er möge uns zu Werkzeugen seines Friedens machen. Im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt und die verstorbenen Schützen wurde der Kranz am Ehrenmal mit Salutschüssen der Artillerie niedergelegt. Während des Großen Zapfenstreiches vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehrkapelle Dormagen und dem TC „Germania“ Dormagen-Horrem ausgeführt, gedachten die Schützen –teilweise bestimmt mit Tränen- ihrer seit Schützenfest 2017 Verstorbenen: Slavko Stupar (3. Jägerzug), Toni Paefgen (1. Jägerzug), Dieter Schmidt (9. Jägerzug), Werner Morbach (7. Jägerzug), Elke Rings (Königin 2000/01). Ein besonderer Dank galt allen Gästen und Schützen, insb. den Edelknaben in erster Reihe am Ehrenmal, für die außerordentliche Ruhe und Disziplin während dieser Gedenkveranstaltung. Der anschließende Umzug führte das Regiment bei trockenem, aber drückend-sonnigen Wetter u.a. ins Neubaugebiet an der Kollwitzstraße und zurück ins Schützenzelt.
  
Im Festzelt durften Königs- und Ex-Königspaar, das Tambourcorps als Königszug und die Familie u.a. mit der Mutter von S.M. Michael, Hanni Lotz, und Chrissis Familie begrüßt werden. Die knapp genesene Jungschützenmeisterin Sabrina Hahn krönte in einer Musikpause der Band „Nightlife“ die Würdenträger der Jugendabteilung BdSJ, Schülerprinzessin Vanessa Müller und Prinzessin Marietta Barabás, sowie die verdienten Pfänderschützen. Sie freute sich, erstmals drei Damen/Mädchen als Würdenträger zu haben: Bei Edelknaben, Schüler- und Jungschützen konnte sich die Damenwelt gegenüber den männlichen Mitbewerbern behaupten. Im Anschluss bat Jan Maaßen den Jugendvorstand nochmals in die Mitte der Bühne, um im Namen aller Jugendlichen je einen kleinen Essenskorb als Dankpräsent für die gute Jugendarbeit zu überreichen. Das Schauschwenken der Fahnenschwenker Sascha, Thorsten und Simon Klein, Marius Vanselow, Daniel Simon, Simon Loers und Jan Müller war eine optisch beeindruckende Darbietung. Mit der Zugabe war der offizielle Teil des Abends vorbei, aber beim Nebel der Showband auf der Tanzfläche suchten unter Leitung von Sabine Janning alle Ex-Königinnen und Königin Chrissi Wolfertz den Weg zur Sektbar. Nicht nur dort mag vor dem Ende des Abends noch manche Freudenträne geflossen sein.
  
Sonntag, 03. Juni 2018:
Präses Pfarrer Peter Stelten ließ sich urlaubsbedingt entschuldigen und so lud am frühen Morgen Pfarrer Bastian Graeber die Schützen zur Sonntagsmesse. Er erläuterte, dass der Begriff Segen aus dem lateinischen stamme und „Gut sagen“ bedeute; in diesem Sinne wünsche er den Gottesdienstteilnehmern und allen Bürgern und Schützen Freude und Friede zum Schützenfest. Die Patentante von S.M. Michael, Marina Beer, sponserte die Solosängerin Noyan Scheeren, die vor dem Evangelium mit dem Halleluja nach Leonard Cohen für Gänsehaut und Tränen in die Augen sorgte. „Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat.“ war die Kernaussage des Evangeliums und in seiner Ansprache führte der geistliche Begleiter Martin Brendler weiter aus, dies sei zu seiner Zeit revolutionär gewesen, so wie die Schützenbruderschaften es als Glaubensgemeinschaften auch noch heute seien.
  
Er spannte den historischen Bogen über Schutz-Bruderschaften im 13. Jahrhundert, der Gründung des deutschen Schützenbundes 1861 und der Verweltlichung des Schützenwesens, über Kriegswirren der beiden Weltkriege bis zum Wiederaufleben im Bund der Hist. Deutschen Schützen. Heute sei das Ziel caritatives Wirken in Nächstenliebe und Gebet getreu des Leitmottos „Für Glaube, Sitte und Heimat“. Schützen seien eine Friedensgemeinschaft, marschieren, musizieren, Fahne schwenken, sei stets zur Ehre Gottes. Persönliche, auf das Horremer Schützenwesen bezogene Fürbitten sorgten für Aufmerksamkeit, für Tränen sorgte die Mitteilung und die Fürbitte für den in den frühen Morgenstunden an Herzinfarkt verstorbenen Reinhard Horstmann, Zugführer der Sappeure. Der Sologesang „Ave Maria“ zur Kommunion unterstrich die Mischung aus Trauer und Geborgenheit in Gott bei den anwesenden Schützen. Zum Abschluss der Messe wurden 11 neue Wettkampf-Schwenkfahnen der Jugend geweiht, die von S.M. Michael III. Lotz gespendet wurden. Passend hierzu war der irische Schlusssegen: „Möge Gott auf dem Weg, den du vor dir hast, vor dir hergehen. Mögest du die hellen Fußstapfen des Glücks finden und ihnen auf dem ganzen Weg folgen.“
Nach der Hl. Messe durften Königspaar und geladene Gäste das Regiment abnehmen und nach der Fahnenparade und anschließenden Frühparade führte ein kurzer Umzug das Regiment ins Festzelt zum Kommers. Obwohl Brudermeister Manfred Klein die Begrüßung straffte, wurden doch mit Applaus namentlich das Königspaar, Ex-Königspaar, Ehrenmitglieder, weitere Horremer Honoratioren, der Bezirkskönig und Bezirksvorstand, die Abordnungen der Nachbarvereine mit ihren Königen, Vertreter aus Politik und auch besonders die Leitungen von Kindertagesstätten und Grundschule begrüßt. Nach einer Musikeinlage der Nettesheimer Blechbläser wurden verdiente Jubilare vorgestellt und mit Orden und Urkunden geehrt:
70 Jahre: Heinrich Chemnitzer (5. Jz Fidele Horremer)
65 Jahre: Peter-Josef Güsgen (passiv), Herbert Lüpschen (Fahnenkompanie)
60 Jahre: Hans Joachim Peters (TC Germania Dormagen-Horrem)
50 Jahre: Franz Walczak (4. Jz Jröne Junge)
40 Jahre: Franz Brendler (passiv), Norbert Rath (passiv), Fritz Reinery (Ehrenmitglied und Ehrenpräses), Harald Krämer (TC Germania Dormagen-Horrem)
Fahnenschwenker Jubilare  5 Jahre: Sam Maaßen,  Justin Wolnica,  Anna Barabás, Marietta Barabás
Fahnenschwenker Jubilare  20 Jahre: Volker Schumacher, Sascha Klein
Das Fahnenschwenkerabzeichen erhielt Jan Maaßen
In Grußworten lobte der stellv. Bürgermeister Michael Dries die Schützen für ihr soziales Engagement und überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte mit Blick auf Brudermeister und Oberst, das Horremer Fest sei „Klein, aber fein“ und überreichte dem Königspaar eine Tageskarte von Schloss Dyck – dies sei bei ggf. geplanter Heirat eine gute Location.
Vor dem anschließenden Ehrungsblock wurde nochmals dem am Morgen verstorbenen Reinhard Horstmann gedacht. Reinhard hätte an dieser Stelle das Silberne Verdienstkreuz des Bundes aus den Händen von Brudermeister Manfred Klein entgegennehmen sollen. Reinhards Verdienste wurden den Schützen in Erinnerung gerufen und seiner Seele wurde in einer Schweigeminute gedacht. Das Tambourcorps Germania spielte ihm zu Gedenken „Ich hatte einen Kameraden“. Herr, gib Reinhard die ewige Ruhe, das ewige Licht leuchte ihm, lass ihn ruhen in Frieden. Die Augen noch feucht mit Tränen wurde vor den weiteren Ehrungen nochmals Blasmusik von den Nettesheimer Blechbläsern gespielt.
Aber nach Tränen folgt auch wieder Freude und Freudentränen: Henrik Grabowski (XII. Jägerzug) wurde vom stellvertretenden Bezirksjungschützenmeister Guido Schmitz mit dem Jugendverdienstorden in Bronze ausgezeichnet.
Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck hatte die Ehre, Norbert Hopp (13. Jägerzug) den Hohen Bruderschaftsorden zu verleihen. Eigentlich dachte Albert, er solle nur seinem Sohn gratulieren, aber damit hatte sich Kassierer Albert Grabowski (XII. Jägerzug) verrechnet: Für seine Verdienste verlieh ihm Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck das St. Sebastianus Ehrenkreuz des Bundes.
  
Die Jubiläumszüge wurden mit Auszügen aus der Vereinschronik kurz vorgestellt und Zugvertreter nahmen den Dank der Bruderschaft und einen Biergutschein entspr. des Zugalters entgegen:
70 Jahre: 1. Jz „Mer finge net heem“ (Alexander Wysk)
70 Jahre: 2. Jz „Un krieje se net unger dr Dösch (Josef Franzen für verhinderten Ruben Gnade)
40 Jahre: 13. Jz „Immer op Zack“ (Markus Klein)
Als „kleines Jubiläum“ ohne Gutschein wurde dem 6. Jägerzug zum 10-jährigen gratuliert und Brudermeister Manfred und Oberst Jürgen Klein stifteten spontan als stolze Väter aus privater Schatulle ihren Zuggründer-Söhnen das entsprechende Bier.
Der Schirmherr Martin Siedlaczek grüßte die Schützen und ermunterte, die Werte und Traditionen beizuhalten. Er bedankte sich, dass er viele neue Freundschaften in den Reihen der Schützen habe finden können.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet:
Patrick Höfs (TC Germania Dormagen-Horrem), Joachim Eggert (Sappeure Vorwärts Horrem), Manfred Hoffmann (2. Grenadierzug Immer Treu), Lothar Kroder (2. Grenadierzug Immer Treu), Henryk Volkmann (9. Jägerzug Edelweiß), Albert Grabowski (XII. Jägerzug Feinkorn), Raphael Klein (Artillerie Immer in Stellung)
Pünktlich um 12:30 Uhr endete der offizielle Teil des Frühkommerses und den Schützen blieb ein wenig Ruhezeit für Mittagessen und eine kurze Erfrischung, bevor am Nachmittag zum großen Festumzug angetreten wurde. Von Wolken war keine Spur mehr und Königin Chrissi Wolfertz strahlte vor Freude an der Seite von S.M. Michael III. Lotz im Sonnenschein. Ein adrettes Regiment stand pünktlich zur Frontabnahme bereit. In der offenen Kutsche durften danach das Königspaar, Martin Brendler und der evangelische Pfarrer Martin Fröhlich einen prächtigen Umzug miterleben. Auch die Kinder der Kindertagesstätten waren wieder zur Parade mit eigenem Tambourcorps mit dabei. 28 Horremer Fahnenschwenker und Gastschwenker bereicherten den Umzug, traditionell auch von Brudermeister Manfred Klein unterstützt. Da Adjutant Udo Zander bei seinem Jubiläumszug marschierte, war Wolfgang Simon als stellvertretender Adjutant an der Seite von Oberst Jürgen Klein. Dieser zeige sich überrascht und anerkennend, wie gut Wolfgang als 79-jähriger an der Tribüne vor der Sparkasse im Stechschritt zur Parade marschierte. Gemeinsam leiteten sie ein stolzes Regiment ins Festzelt.
Im Festzelt spielten die Tambourcorps Nievenheim, Worringen und natürlich das Horremer Tambourcorps ein gemeinsames Ständchen zu Ehren des Königs. Auch die Nettesheimer Blechbläser gaben eine Probe ihres Könnens im Zelt. Nochmals in den Mittelpunkt auf der Bühne rückten das Kindergartenkönigspaar Pacino Reinhardt und Alicia Lange und der Sieger des Malwettbewerbes Fabian Mattea, der seinen Preis entgegennehmen durfte.
Unter Leitung von Jungschützenmeisterin Sabrina Hahn zogen die Edelknaben mit je einer Rose für die Königin und Geschenken auf die Bühne. Sabrina stellte hier allen nochmals die Edelknabenkönigin Lara Warda vor: Die 7-jährige besucht die 1. Klasse der Christoph Rensing Grundschule, ist begeisterte Schützin, spielt gerne draußen, ist aber auch eine fürsorgliche Puppenmutter und könne laut Sabrina lange, lange diskutieren. Die Pfänderschützen der Edelknaben (Kopf Jan Luca Guder, li. Flügel Florian Crohmann, re. Flügel Mia-Stella Guder, Schweif Lara Warda) wurden ebenfalls ausgezeichnet. Der König revanchierte sich zur Freude der Kinder mit McDonald’s Gutscheinen; auch Oberst Jürgen machte sich „Klein“, konnte aber keinen der begehrten Gutscheine erhaschen. Alle Horremer Jugendbetreuer/-innen absolvierten neben Jugendleiterfortbildungen auch eine Schulung zur Prävention gegen sexuelle Gewalt. Die Bruderschaft ist ein sicherer Ort für Kinder und wir Schützen achten darauf, was um uns herum passiert – wir be-schützen. Eine blaue Schleife als Pin, das internationale Zeichen gegen Kindesmissbrauch, wurde vorgestellt. Bei den Jugendbetreuern soll dieser Pin zukünftig die beschützende Haltung der Schützen zum Ausdruck bringen.
  
Am Abend zogen S.M. Michael III. Lotz und Chrissi Wolfertz zu den Klängen des TC Nievenheim mit ihren Gästen im Hofstaat von der Residenz ins Festzelt. Die eigenen Spielmänner hatten am Abend frei und begleiteten mit ihren Partnerinnen stolz das Königspaar. Im Zelt gab es nochmals tosenden Applaus und entsprechend seiner Anspielung „Bis in fünf Jahren“ spielte die Musik „Ambassador“ das Lied „Niemals geht man so ganz“ für Manfred Hoffmann und Sabine Paul. Ein Moment für Freudentränen!
  
Im Anschluss stellte Brudermeister Manfred Klein den Schützen das amtierende Königspaar näher vor. Michael Lotz hätte als Baby immer als erster das Fläschchen leer gehabt, baute Roboter als Kind. Chrissi Wolfertz habe er 2014 beim Zelten an der Mosel kennen und lieben gelernt. Fröhliche Anekdoten rundeten die Vorstellung ab, so beispielweise, als Michael seine Flöte beim Kölner Karneval in ein Dixieklo fiel, habe er sie in einem Cafe in den Geschirrspüler gegeben und hätte anschl. die sauberste Flöte des Umzuges gehabt. Chrissi möge Katzen und sei ein Weihnachtsdeko-Fan wurde berichtet. Und manches Details, welche wir hier nicht wiederholen möchten, verursachten bei Michaels Schwester Marion „Ü“ stets den Ausruf: „Nein, Michael, DAS hast Du wirklich erzählt?“ Chrissi wollte schon als Kind Königin werden, dann bekäme sie viele Kleider. Mit Blick auf das strahlende Königspaar und Chrissi in eleganten Abendkleid stellte Brudermeister Manfred Klein zum Applaus aller fest, das Warten habe sich gelohnt. Wunderkerzen und Beethovens 9. Sinfonie „Freude schöner Gotterfunke“, von der Kapelle „Ambassador“ gespielt, trieben Freudentränen in des Königs Auge. In seinem Grußwort bedankte sich Michael bei seiner Familie, Mutter Hanni Lotz, Chrissis Eltern Elfriede und Willi Wolfertz, seiner Schwester Marion und Chrissis Schwester Andrea, bei dem Tambourcorps, seinen Gästen und allen Schützen. Er versuche, mit jedem Schützen einmal persönlich anzustoßen; eine Aufgabe die, nicht nur zu Schützenfest bewältigt werden kann, sondern wohl noch weiter ins laufende Königsjahr hineinreichen wird. In seinem Gruß als stellvertretenem Bürgermeister stellte Michael Dries klar, dass bei allen Michael, Martin, Manfreds der Name Michael doch wirklich besonders sei und mit S.M. Michael III und Chrissi zwei besonderen Menschen ein großartiges Königsjahr bevorstehe. Auf die scherzhafte Nachfrage des Brudermeisters, ob er nicht Michael IV werden wolle, konterte Michael Dries gekonnt, er sei schon Karnevalsprinz Michael I. gewesen, das reiche zunächst. Der evangelische Pfarrer Martin Fröhlich lobte die Bruderschaft, wie verlässlich und stabil sie alle Jahre wieder sei, auch und gerade weil jeder König seinen eigenen Stil habe. Viel Kraft und Gottes Segen wünschte er abschließend. Hohe Erwartungen schlugen dem geistlichen Begleiter Martin Brendler entgegen, der nach eigener Aussage besser singen als reden könne und gar keine Rampensau sein wolle, sich aber freue die Menschen zu unterhalten. Mit dem selbst gedichtetem Liedtext „Och datt möchte ich jeen - Ja ich wed selber King“ und der Musik von Queens „I want tob e free“ tauchte er in S.M. Michaels Gedankenwelt ein und mit „Here we go - Schützenfest in Horrem am Ring“ interpretierte er Status Quos „Rockin all over the world“ neu. „Jea I like it“ – mit Radschlag im Mittelgang konnte Martins schweißtreibende Performance zur Freude aller exzellent unterhalten. Und das Horremer Lied brachte als Zugabe wieder das gesamte Zelt zum Schunkeln.
Beim Ehrentanz für das Königspaar schunkelten alle Gäste mit und Martin Höfs schwenkte froh die Königsstandarte im Walzertakt. Vor dem Aufmarsch dunkelte sich das Licht im Zelt ab und das Tambourcorps „Germania“ Dormagen-Horrem zeigte, dass sie mehr als Marschmusik können: „Du bess die Stadt, op die mer all he stonn“ wurde mit Solo-Trommel und Flöte neu interpretiert und spätestens, als zum Refrain „du häs e herrlich Laache em Jeseech, du bes en Frau, die Rotz un Wasser kriesch.“ das gesamte Corps mit einstimmte, waren Gänsehaut und Freudentränen garantiert. Tosender Applaus war der Dank für diesen besonderen Auftritt der Spielmannsleute. Der Aufmarsch begann mit Oberst Jürgen Klein und Adjutant Udo Zander im Stechschritt. Die Hofdamen, der Vorstand, die Jugend mit Fahnenschwenker und Vertreter aller Züge folgten. Mit traurigem Herzen und ohne Musik gratulierten alle Sappeure, die im Gedenken an ihren verstorbenen Zugführer Reinhard Horstmann und gemäß ihrem Zugnamen weiter „vorwärts“ gehen. Freudiger ging es beim Gästezug zu, der eine mit rosa Pappnasen verzierte Krone überreichte oder dem XII. Jägerzug, der in Anlehnung an die Fußballfans von Gladbach und Köln entsprechend gefärbten Wackelpudding verschenkte und den Gästen auf der Bühne servierte. Der 7. Jägerzug überzeugte Weihnachtsfan Chrissi in Weihnachtsmann-Kostümen und die Familie spielte mit Babyfläschchen und Schlabberlätzchen auf die Vorlieben den Kindheitstagen des Königspaares an. Das Tambourcorps überreichte eine Collage von Dietmar Symalla und gab noch ein Ständchen und der Spieß Fabian Mämecke bildete mit Jugendkassierer Dominik Grabowski den Abschluß. Trotz spätem offiziellen Ende, blieb noch ausreichend Zeit zum Schwof zur Musik von „Ambassador“.
    
Montag, 04. Juni 2018:
Der Montagmorgen wartete mit Sonnenschein und angenehmer Wärme auf. In der Kapelle des Seniorenzentrums Markuskirche luden Diakon Fritz Detmer und der ev. Pfarrer Martin Fröhlich mit einem Militärmarsch beim Einzug die Schützen zum oekumenischen Wortgottesdienst ein. Der Psalm 27 „Der HERR ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten?“ und das Evangelium Matthäus, Kap. 5 „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.“ sprachen den Schützen Mut und Selbstgefühl zu. Ihr seid keine Goldkörner, kein Honig, ihr seid lebenswichtig und elementar wie Salz und Licht und das christliche Gewissen eurer Umgebung sicherte Martin Fröhlich den Schützen zu. Die gesungene Bitte „Gib uns Frieden jeden Tag, gib uns Freiheit, gib uns Freude – lass uns nicht allein“ beendete den Gottesdienst. Bei einem Umtrunk und Gespräch mit den Senioren verweilten die Schützen noch etwas und das Tambourcorps spielte ein Ständchen, bevor das Regiment zurück zum Festzelt zog.
   
Im Schützenzelt begrüßte Sabine Janning Gäste und Schützen, die sich ihr traditionelles Frühstück zur Musik des Duos „Happy Heart“ schmecken ließen. Mit Alphorn und Pepe Linhards Song „Swiss Lady“ wurden die Schützen in die Berge entführt. Im Anschluß versuchten auch Dennis Lennartz vom Tambourcorps und Simon Klein vom 6. Jägerzug erfolgreich, dem Instrument Töne zu entlocken. Überraschend gut und angesichts der Mengen von Frühstücksmett im Zelt das Thema treffend, intonierte Ehrenbrudermeister Herbert Lüpschen den Jagdruf „Die Sau ist tot“ auf dem Alphorn. Extra für das Königspaar spielte die Band „Ich bin der König (und du die Königin)“ und konnte mit diversen Trompeten und Posauneneinlagen für gute Stimmung im Zelt sorgen. Die Kinder der Christoph-Rensing-Grundschule zeigten abermals zwei gut choreographierte Tänze und bezogen bei der Zugabe auch das Königspaar mit ein.
Marietta Barabás moderierte die Übergabe der für Verdienste im Luftgewehrschießen erreichten Leistungsnadeln an die Jugend. Ein Dank galt Wolfgang Simon, der die Jugend seit vielen Jahren trainierte. Dieser gab das Lob aber an die Schüler- und Jungschützen zurück und unterstrich, dass diese in beiden Altersklassen seit 3 Jahren ungeschlagene Sieger der Bezirksmeisterschaften seien. Der Schießmeister Jürgen Schumacher durfte Leistungs- und Jahresnadeln für die Alters- und Seniorenklasse überreichen und stellte die Gewinner des Preis- und Pokalschießens vor:
Preisschießen: 1. Platz 10. Jägerzug (89 Ringe), 2. Platz 2. Granadierzug (86 Ringe), 3. Platz 11. Jägerzug (85 Ringe)
Pokalschießen: 1. Platz Artillerie (89 Ringe), 2. Platz 10. Jägerzug (89 Ringe), 3. Platz Marine (89 Ringe) – die Sieger wurden über das bessere Schussbild ermittelt. Helmut Schwartz von der Marine errang mit 30 Ringen den Seniorenpokal und Michael Dittmann vom 11. Jägerzug erhielt mit 30. Ringe die begehrte grüne Schießschnur als bester Schütze der Bruderschaft 2018.
Ein wenig besorgt, zeigte sich Schriftführer Otto Müller, der zur Meldung der Pfänderschützen einlud und den wohl doch bestimmt noch Inkognito unter den Schützen weilenden neuen Kronprinzen vorsorglich grüßte. Beim Kronprinzenschießen am Nachmittag war es so sonnig warm, dass der 2. Jägerzug wieder einen Pool aufbaute und die Edelknabenkönigin Lara Warda durfte viele Schützen zum Pfänderschießen auslosen. Die Pfänder errangen:
Linker Flügel René Cosmeci (1. Jägerzug) mit dem 4. Schuss
Kopfpfand Markus Klein (13. Jägerzug) mit dem 19. Schuss
Rechter Flügel Martin Höfs (TC Dormagen-Horrem, passiv 13. Jgz.) mit dem 20. Schuss
Nach den Ehrenschüssen vom geistlichem Begleiter Martin Brendler, Brudermeister Manfred Klein und S.M. Michael Lotz rief der Schriftführer Otto Müller Vertreter der Züge zu sich an den Stand. Neugier zeigte sich, als ein Mitglied des 1. Jägerzuges schoss und erst nach dem Aufruf der Artillerie und dem Start eines neuen Durchgangs der Name des einzigen Bewerbers auf die Kronprinzenwürde bekannt gegeben wurde:
Bernhard Schmitt, seit kurzem Rentner, aber politisch noch als SPD-Fraktionsvorsitzender und ehrenamtlich als Leiter der AWO-Dormagen engagiert, schoss als einziger Bewerber zügig mit dem 25. Schuss um 16:35 Uhr den Holzvogel von der Stange. Der Jubiläumszug trug ihn mit Ehefrau Annemarie an der Seite auf den Schultern aus dem Schießstand und im Festzelt wurde der Kronprinz und zukünftige König Bernhard II. bejubelt.
  
Nach dem abendlichen Abholen des neuen Kronprinzenpaares an der Residenz wurden diese im Festzelt mit viel Applaus begrüßt. Die verdienten Pfänderschützen erhielten ihren Erinnerungsorden. Der Schirmherr Martin Siedlaczek bedankte sich nochmals für die gesellige Zeit und versprach, im nächsten Jahr bestimmt wieder dabei zu sein. Brudermeister Manfred Klein durfte danach das neue Kronprinzenpaar kurz vorstellen. Auch Anne Schmitt kannte den Spruch von Sabine Paul „der Chef geht rechts“ und stand ihrem Mann zur rechten Seite bei. Dementsprechend bestätigte sie denn auch, dass sie schon seit 20 Jahren Winken übe und froh sei, dass es nun geklappt habe, dieses Können auch zukünftig unter Beweis zu stellen. Als Insider konnte der Brudermeister berichten, dass an Kurt Raabs letztem Geburtstag Sabine Paul das neue Königinnendiadem präsentierte und Anne dies anprobierte, um festzustellen, dass es ihr gut stehe. Ihr Sohn Alexander, auch aktiver Schütze im 1. Jägerzug, konnte beisteuern, sein Vater schaffe noch immer 300 Situps. Um direkten Beweis gebeten, musste Bernhard aber konstatieren, dies gelte nicht nach 4 Tagen Schützenfest – mal sehen, was ausgeruht bei der Krönung 2019 passiert. Der Kassierer Albert Grabowski und Schriftführer Otto Müller legten bei der Proklamation Bernhard gemeinsam den Kronprinzenorden um.
  
Der Ehrentanz des Königspaares und des neuen Kronprinzenpaares beschloss früh den offiziellen Teil des Abends. Brudermeister Manfred Klein dankte all seinen Vorstandskollegen und ermunterte, auch in traurigen Momenten jeden Tag zu genießen. Im vorbildhaften Miteinander der Schützen, sehe er das Brauchtum als ein gegenseitiges Be-Schützen. Ein „Tschö mit Ö“ – die Ableitung des französischen Adieus, übersetzt zu „Grüß Gott“, unterstrich die von Martin Brendler zitierte Glaubensgemeinschaft der Schützen zum Abschied des Festes.
Zur Musik von DJ Norbert sollte noch ein letztes Mal bis lange in die Nacht gefeiert werden. Und eifrige Schützen kontrollierten auch noch ein letztes Mal, dass die Bierkühlung in der Residenz noch einwandfrei funktionierte.
Fazit in Stichworten:
Freude – Tränen – Freudentränen
Ein Horremer Schützenfest ist immer ein Grund zur Freude. Der Himmel und Michael weinten Freudentränen bei der Krönung. Als Glaubensgemeinschaft geleiten die Schützen ihre Kameraden auch auf dem letzten Weg und Tränen flossen in Erinnerung an Reinhard Horstmann, dessen plötzlicher Tod am Sonntag alle erschütterte. Viele Krankheitsausfälle dünnten die Reihen der Schützen aus. Die Freude war dennoch allgegenwärtig. Die Horremer erlebten mit Martin Siedlaczek einen Schirmherrn, der aktiv mitfeierte und die Gemeinschaft mit den Schützen genoss, um im Gästezug nun fester Teil der Horremer Brauchtumsschützer zu sein. Das Tambourcorps stellt mit S.M. Michael III Lotz und seiner Chrissi Wolfertz ein strahlendes Königspaar, welches zuversichtlich auf die kommenden Termine blickt. Und auch im letzten Jahr vor dem 100-jährigen Jubiläum wird es dank Kronprinz Bernhard Schmitt mit Ehefrau Anne wieder zur Freude aller ein Königspaar geben.
Freude – Tränen – Freudentränen, für uns Menschen hier auf Erden sind diese stets im Wechsel, aber mit Fokus auf ein extra-fett und unterstrichenes Freude in der Gemeinschaft mit Gott.
Am Samstag, 23. Juni fand das Hermann Klein-Pokalschießen statt. Die Sieger sind: 1. Platz 10. Jägerzug / 2. Platz 13. Jägerzug / 3. Platz 9. Jägerzug
  
Die Jugendabteilung besuchte mit einer Abordnung, Jugendvorstand und Königspaar den Diözesanjungschützentag am 01. Juli 2018 in Norf. Nach der Messe und einem Umzug durch Norf folgte die Begrüßung auf dem Gelände des Norfer Gymnasiums. Unsere Fahnenschwenker traten in Pflicht und Kür an. Alle vier zeigten ihr Können vor den Wertungsrichtern, denen seit diesem Jahr auch Marietta Barabaás angehört. Sie selbst trat ebenfalls im Wettkampf an und verzichtete der Fairness halber auf die Wertung ihrer Schwester Anna.
Unsere Fahnenschwenker erreichten folgende Plätze:
Sam Maaßen in der Klasse Page III   1. Platz
Jan Maaßen in der Klasse Herren B1  1. Platz
Anna Barabás erzielte den 1 Platz in er Klasse Damen B1 an. Auch im spektakulären Wettkampf im Fahnenhochwerfen traten unsere Fahnenschwenker an. Die Spannung stieg in der Altersklasse H3, in der Sam sich gegen seinen letzten Mitstreiter duellierte. Nach einem super Abwurf der Fahne, welche mit viel Luft über die 7 Meter flog, stolperte Sam und fing die Fahne nach einer spektakulären Rolle auf. Mit seiner Stunteinlage sicherte er sich den Sieg im Fahnenhochwerfen. Anna und Marietta mussten sich in der Klasse der Damen Ihren Konkurrentinnen geschlagen geben. Anna schaffte eine Höhe von 4m, Marietta von 5m. Jan Maaßen verletzte sich beim Auffangen der Fahne bei einer Höhe von 3,50m und musste sich dann zur Sicherheit aus dem Wettkampf zurückziehen. Nach der Siegerehrung endete der DJT in Norf mit dem obligatorischen Siegerfoto.
 
Die Bruderschaft St. Aloysius Stürzelberg feierte am Sonntag, 05. August 2018 ihr 150-jähriges Jubiläum mit einem großen Festumzug bei herrlichem Sonnenschein und schon fast zu heißem Wetter. Eine große Abordnung Horremer Schützen nahm am Umzug teil, das Tambourcorps Roggendorf/Thenhoven begleitete König Michael Lotz und Christiane Wolfertz und die Horremer Abordnung. Nach dem Umzug lockten kühle Getränke zum Verweilen im Festzelt ein.
 
Am Samstag, den 11. August fand das diesjährige Peter Heinrichs Gedächtnispokalschießen des 1. Marinezuges statt. Die Sieger sind: 1. Platz Marinezug / 2. Platz 7. Jägerzug / 3. Platz 13. Jägerzug
 
Am Samstag, 11. August, trat unser amtierender Schützenkönig Michael Lotz in Anstel an, um Bezirkskönig zu werden, denn dies war bis jetzt sein größter Traum als Schütze. Diesen Traum konnte er bereits nach dem 23. Schuss auf den Holzvogel verwirklichen. Die Krönung des neuen Bezirkskönigspaar Michael Lotz und seiner Christiane Wolfertz erfolgte dann am Abend in der Krönungsmesse, die vom Bezirkspräses Pfarrer Peter Mario Werner zelebriert wurde. Damit ist er bereits der 8. Bezirkskönig in unserer Bruderschaft.
 
Am Wochenende vom 17.- 19. August fuhr unser vorheriger Bezirkskönig Kurt-Peter Raab (2015/16) nach Leudal in die Niederlande um am Europaschießen teilzunehmen. Die Europakönigswürde konnte er aber nicht erreichen, wohl aber viele unvergessliche Eindrücke sammeln.
 
Das historische Corps lud am Samstag, 25. August, fand auf dem Schießstand zum Vogelschießen ein. Beim Schießen auf den Königinnenvogel war Silvia Räse-Thiemann von den Sappeuren mit dem 41. Schuss erfolgreich und wird somit die Nachfolge von Anetta Buhr als Corpskönigin antreten. Bei den Herren holte Helmut Kroder vom 2. Grenadierzug mit dem 35. Schuss den Vogel von der Stange und konnte somit als erster Schütze zum zweiten Mal die Corpskönigswürde erringen. Das Schießen auf den Vogel des Königs der Könige entschied dann Dennis Hornig, ebenfalls vom 2. Grenadierzug, für sich. Mit dem 35. Schuss, also derselben Schusszahl wie beim Königsvogel, setzte er sich gegen seine Mitbewerber durch.
Nach Beendigung des offiziellen Teils folgte der gemütliche Ausklang des Abends bei Gegrilltem und dem ein oder anderen Bierchen. Die Krönung des Königspaares des Historischen Corps sowie des Königs der Könige findet am Schützenfestsamstag 2019 vor dem „Lindenhof“ statt.
 
Bereits am Samstag den 01. September fand zum 27. Mal das Jägerkönigsschießen der Jägerabteilung auf dem Hochstand statt. Jägermajor René Cosmeci begrüßte bei herrlichem Sonnenschein alle Schützenfrauen, Schützen und Gäste. Jungjägerkönig wurde in einem Familienduell Henrik Grabowski, er konnte sich gegen seinen Bruder Dominik (beide XII. Jägerzug) durchsetzen. Beim Schießen König der Jägerkönige konnte sich Dieter Annacker durchsetzen und Gästekönig wurde Manfred Wagner. Neue Jägerkönigin wurde mit dem 54. Schuss Katrin Duwendag vom XII. Jägerzug. Sie und alle anderen neuen Könige werden dann nächstes Jahr am Schützenfestsamstag am Schützenhaus gekrönt. Im Anschluss der Schießdurchgänge bedankte sich Jägermajor René Cosmeci bei allen Schützen, Gästen und Helfern für diesen gelungenen Tag.
  
Das Bundesfest in Xanten war ein besonderer Termin für S.M. Michael, er durfte am 15. September beim Bundeskönigschießen in Xanten antreten, war aber leider nicht erfolgreich. Umso glücklicher war er, dass eine große Abordnung Horremer Schützen und des TC Germania Dormagen-Horrem ihn zum großen Festumzug am Sonntag, 16. September zum Bundesfest begleiteten. Bei herrlichem Sonnenschein fand auf dem Marktplatz die Messe statt, bevor der große Festumzug durch Xanten startete. Königin Christiane Wolfertz winkte ununterbrochen den vielen Zuschauern zu. Den Abschluss bildete der Vorbeimarsch an der Ehrentribüne. Ein rustikales Grill-Barbe Queue im Nachbarort rundete einen gelungenen Ausflugstag ab, bevor mit den Bussen die Heimreise gestartet wurde.
  
Nicht mehr am Tag der deutschen Einheit, sondern am Samstag, 06. Oktober, trafen sich die Offiziere der Bruderschaft zur Versammlung und Offizierspokalschießen am Schützenhaus. Nach Versammlung und Stärkung mit leckeren Spießbratenbrötchen fand das Offizierspokalschießen statt, welches Alexander Wysk, 1. Jägerzug, mit dem 110. Schuss für sich entscheiden konnte.
 
Die Mannschaften beim Hubertuspokalschießen zeigten am 13. Oktober ihr Können am Luftgewehr, stehend angestrichen. Die Sieger wurden zum Hubertusball geehrt.
 
Als Teilnehmer beim TOP-West Fest am 14. Oktober zeigten die Schützenjugend vor dem Geländer der Fa. Janning den Umgang mit Pfeil- und Bogen, dem Lasergewehr und zeigten ihre Fahnenschwenkkünste.
 
Der Wirtschaftsplan 2019, Terminausblick 2019 und rechtliche Aspekte rund um Datenschutz und Schutz der Jugend standen auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung am 26. Oktober. Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die turnusmäßige Neuwahl des Obersts. Hier wurde einstimmig Jürgen Klein als einziger Kandidat wiedergewählt. Die Versammlung endete auf Grund der umfangreichen rechtlichen Themen erst kurz vor 23.00 Uhr. Dank galt den Schützen, die diszipliniert an der Versammlung teilnahmen.
 
Am Samstag, 03. November 2018, durfte Brudermeister Manfred Klein das Königspaar S.M. Michael II. Lotz und Christiane Wolfertz und Kronprinz Bernhard Schmitt zum Hubertusball im Bürgerhaus Horrem begrüßen. Die Kronprinzessin Anne war leider verhindert, aber es konnte der geistliche Begleiter Martin Brendler, König/-in der Könige Britta Clemens und Martin Höfs und Corpskönige Theo Berngen und Dennis Hornig begrüßt werden. Peinlicherweise grüßte Manfred den zukünftigen Jungjägerkönig und nicht seinen Sohn Thorsten Klein, der noch amtierender Jungjägerkönig ist. Korrekte Grüße gab es aber für die Prinzessin Marietta Barabás und die Jugendabteilung, die sehr erfolgreich an den Bundesjungschützentagen auf Schloss Stukenbrock teilnahmen. Dank gilt dem neuen Caterer Fa. Claus für ein Speisenangebot und Henryk Volkmann für die Organisation der Tombola, sowei der Bedienung Artillerie und Zug Treu Horrem. Die Liveband Trio Teamwork spielte zum Tanz auf - ein Luxus, der dank dem Sponsoring der  Baugenossenschaft Dormagen, Immobilien Laufenberg, Bauausführung Udo Bünz, Jalousienbau Thorsten Janning und Galabau Jürgen Klein ermöglicht wurde.
Schießmeister Jürgen Schumacher überreichte zusammen mit seinem Stellvertreter Manfred Wagner die Preise für die Pokalsieger des Hubertusschießens: 1. Platz XII. Jägerzug (185 Ringe), 2. Platz 9. Jägerzug (179 Ringe) und 3. Platz 7. Jägerzug (173 Ringe). Der Siegerwanderpokal konnte leider nicht überreicht werden, da er leider nicht verfügbar war.
Für 10-jährige Treue zur Bruderschaft wurden mit einer Urkunde geehrt: Rosi Heinrichs (Treu Horrem), Jan Maaßen und Sam Maaßen (Schülerschützen), Matthias Zsagar (aktiv) und Pfarrer Peter Stelten, der bereits seit 10 Jahren Präses der Bruderschaft ist. Mit der Silbernen Verdienstspange wurde Jürgen Schumacher (10. Jägerzug) für seine Verdienste ausgezeichnet.
Die KG Ahl Dormagener Junge um Präsident Jens Wagner kam mit dem designierten Dreigestirn Prinz Nadine I. (Schumacher), Bauer Sonja (Ladermann) und Jungfrau Ute (Kaletta) und einer großen Abordnung zu Besuch. Ein Ehrentanz für das Königspaar und eine kleine Sekterfrischung folgten.
Die Stimmung im Bürgerhaus war ausgelassen heiter, die Musik von Trio Teamwork traf den Geschmack der Gäste. Vor allem S.M. Michael hatte Spaß - ob er nun mit Simon Klein zu "Mit 66 Jahren" tanzte oder mit seiner Mutter Hanni Lotz zu "Die immer lacht". Die Stimmung stieg und nach Mitternacht konnte ein Ruderteam auf der Tanzfläche gesichtet werden, welches mit drei Steuermännern Rene Cosmeci, Jürgen Klein und Udo Zander zu "Vor- Zurück" sportliche Leistungen zeigte, bevor S.M. Michael das Boot mit einem Hechtsprung auf das Steuerteam zum Kentern brachte. Kein Auge blieb trocken und die gelungene Feier fand erst spät ein Ende.
 
Die Kinder der Horremer Kindertagesstätten und der Christoph-Rensig-Grundschule führten ihre zumeist selbst gebastelten Laternen mit Gesang im St. Martins-Umzug am 12. November durch die Straßen Horrems. Die Bruderschaft stellt mit Herbert Lüpschen traditionell den St. Amrtin hoch zu Pferde und auch Wolfgang Simon zog seinen Martinsumhang an, um die Kinder im kath. Familienzentrum „Hl Familie“ zu grüßen. Viele Helfer der Bruderschaft sorgten für einen sicheren Umzug und die Absperrung rund um das große Martinsfeuer am Schützenplatz.
 
Am Volkstrauertag (18. November) legte Brudermeister Manfred Klein in Gedenken an die verstorbenen und geschändeten Menschen aller Kriege, besonders aber der beiden verheerenden Weltkrieg im Namen des Vereins Deutscher Kriegsgräber einen Kranz am Horremer Friedhof nieder. In seiner Rede mahnte er, dass so was nie wieder passieren darf und wir aus der Geschichte lernen müssen, denn scheitert eine internationale Staatenorganisation, schwinden die Chancen auf einen dauerhaften Frieden.
Im Anschluss gab es noch den Film vom letzten Schützenfest im Haus für Horrem zu sehen.
 
An den Versammlungen des Stadtverbandes Dormagen und des Bezirksverbandes Nettesheim und des Diözesan- und Bundesverbandes nahmen wir teil.
Ebenso besuchten wir mit S.M. Michael Lotz die Schützenfeste befreundeter Vereine und Bruderschaften und seit dem Bezirksschießen im August in der Funktion des Bezirkskönigs mit entspr. Bezirkskönigskette und Bezirksstandarte.
 
Wir trauern um unsere in 2018 Verstorbenen:
 
Werner Morbach            7. Jägerzug                  27. März 2018
Reinhard Horstmann      Sappeure                     03. Juni 2018 – Schützenfest Sonntag
Herbert Lübberink          war 1. Grenadierzug    16. Juni 2018
Käthe Sistig                   Königin 1954/1955        02. Juli 2018

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St. Hubertus Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem 1920
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