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1978

In der Folgezeit fanden mehrere Treffen mit Schaustellern und Musikern statt.

Der Tod entriss am 19.01.78 das Mitglied Hans Halfter aus unserer Mitte.

 

Am 20.01.78 trafen wir uns nochmals in Norf, um über die leidige Steuerfrage bei Musikern zu hören.

 

Am 18.02.78 wurde auf einer Vorstandsversammlung u.a. beschlossen, ein Schreiben an alle Schützen zu schicken zwecks Abstimmung zu „KOOP - Schule“.

 

Eine Offiziersversammlung am 07.04.78 klärte viele vorbereitende Fragen zur Frühkirmes. Diese selbst wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21.04.78 endgültig besprochen.

 

Zur Goldhochzeit am 27. April 78 besuchten wir das Jubelpaar Wimmer von der Zonser Str.

Auch zum Bundesköniginnentag in Niederfischbach fuhren wir am 07.05.78 mit dem Bus.

Josef Päfgen, unser ehemaliger Kassierer, feierte 08.05.78 mit der Dorfgemeinschaft im Pfarrsaal das

Fest der Goldenen Hochzeit. Hier holten sich wohl die Schwiegersöhne den Mut für zukünftige Taten.

 

Am Freitag, dem 09.06.78 trat das Regiment um 18.45 Uhr im Zelt an, um S.M. Arthur I. und Generaloberst Fritz von der Warth zum König- und Oberstehrenabend abzuholen. Beim Preis- und Pokalschießen am Samstagnachmittag herrschte auf Grund des Wetters das „Zitterschießen“ vor. Am Abend war das Zelt - trotz des Spiels Deutschland : Tunesien (0 : 0) - mit ca. 220 Personen besetzt. Der 3. Jägerzug - als vollständig erschienen - hatte somit nichts verpasst, im Gegenteil: die Leistungen der deutschen Mannschaft standen im krassen Gegensatz zu der guten Stimmung im Zelt. Am Sonntag, dem 11.06. trafen wir uns um 09.00 Uhr zum Gottesdienst. Im anschließenden Konzert des Akkordeonorchesters aus Essen wurde reges Interesse registriert. Eine Hutsammlung zugunsten unseres Schießstandes ergab 300,- DM. Beim abendlichen Tanzen wurden die Sieger vom Preis- und Pokalschießen geehrt. Beim Überreichen des Pokals an den 2. Jägerzug meinte Theo Esser, dies sei ein „Sex - Zug“, weil diese den Pokal schon zum 6. Mal errungen hätten Ferner wurde Walter Müller als bester Einzelschütze geehrt.

 

Abordnungen besuchten am 18. und 25. 6. die Schützenfeste in Hackenbroich und Dormagen.

 

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11.08.78 wurde das Schützenfest vorbereitet. Der Eintritt wurde bei DM 5,- belassen.

 

Endlich konnte am Samstag, dem 26. August 78 unser ge- und beliebtes Schützenfest starten. Die Böllerschüsse hörten man Punkt 12.00 Uhr zum 51. Mal. Die Totengedenkfeier an der Kirche war eindrucksvoll, besonders die guten Beiträge von unserem Tambourcorps, dem Kirchenchor und der Feuerwehrkapelle Dormagen. Letztere spielte bei uns erstmals den großen Zapfenstreich. Spärlich wie die Großfackeln - es wurde wieder nur eine mitgeführt - war auch der Schmuck am Wege des Fackelzuges. Nach der Begrüßung des Königspaares im Festzelt wurde kräftig das Tanzbein geschwungen.

Am Sonntagmorgen nahmen viele Schützen am Gottesdienst teil. Dieser wurde von Kaplan Lippe aus Dormagen gehalten. In seiner Predigt ging er auf den Sinn des Wortes „Bruderschaft“ ein. Die Schützen sollen die Gemeinschaft im christlichen Sinnen schützen. Es war erstmals seit langen Jahren kein Feldgottesdienst, sondern fand in der Kirche statt. Nach der Messe fiel die Frühparade wegen Regens aus. Zahlreich war die Schar der geladenen Gäste. Unser einstiger Hauptlehrer, Herr Adam Breuer erhielt für 60jährige Treue zur Bruderschaft die Dr. Louis - Plakette überreicht. Arthur Überacker und Hermann Spinrath waren 50 Jahre Mitglieder der Bruderschaft und zugleich Gründer des 1. Jägerzuges. Auch unser ehemaliger Bahnhofswirt hatte sein 50jähriges in der Bruderschaft. Hans Sistig erfuhr eine Ehrung für 40jährige Mitgliedschaft und 25 Jahre als Träger der Bruderschaftsfahne. Hans Zaum, Walter Monschke und Peter Güsgen wurde letztlich für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Den HBO erhielt Theo Esser als „10 Jahre Schießmeister“ und Bezirkschießmeister, Gerd König für 30 Jahre Zugführer des 3. Jägerzuges, Josef Klein sen. für besondere Verdienste. Den Silbernen Verdienstorden erhielten Heinz Otten, Josef Pannen, Hans Simon und Josef Vaassen jun. Unsere „Schatzmeisterin“ in „leidender Stellung“ als erste Frau des Vereins die „silberne Frauenauszeichnung“. Jürgen Klein bekam den Fahnenschwenkerorden überreicht. Auch die Feuerwehrkapelle erhielt ein Geschenk, weil sie seit 15 Jahren in Horrem spielt. Die Königin Helga erhielt viel Beifall für die Spende eines neuen Chronikbuches, während S.M. Arthur I. neue Hemden für die Jungschützen gestiftet hatte. Beim nachmittäglichen Festzug war und der Wettergott gnädig gesinnt. Erstmals fand vor der eigentlichen Parade ein Vorbeimarsch mit Füllhörnern und Fahnen statt. Anschließend wurde im Festzelt der neue Edelknabenkönig Stefan Päfgen gekürt. Er Übernahm das Silber von Peter Annacker. Gegen 23.00 Uhr verließ unser Spieß Herbert Künzel in einem “Klapperstorchgeschädigten“ Eindruck das Festzelt.

Am Montag hatten wir richtiges Schützenfestwetter. Das Regiment ging geschlossen um 10.00 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst im evangelischen Gemeindezentrum. Pastor Keller und Pfarrer Heitkamp gestalteten diesen zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Hier stand in der Predigt das Wort „Feiern“ im Raum. Das ruhige Feiern sei in der heutigen Zeit immer schwieriger geworden. Vielen Leuten sei es unmöglich, den Sonntag als ruhigen Feiertag zu begehen. Wir sollten uns bemühen, Schützenfest ruhig zu feiern. Heinrich Peters begrüßte anschließend im Festzelt alle Schützenfrauen, die Horremer Geschäftswelt, Lehrerschaften usw. Geehrt wurde der neue Prinz Helmut Kohl, der die Kette von Josef Kessel erhielt. Der 10. Jägerzug erhielt seinen  Preis für die Großfackel. Am Nachmittag fand zuerst der Wettbewerb der ehemaligen Könige statt. Mit dem 119. Schuss ging die Ehre an Hans Sistig. Nach einem spannenden Schießen auf den Königsvogel feuerte Georg Klein den „Goldenen Schuss“ aus dem Kreis seiner zahlreichen Mitbewerber. Am Abend beim Familienball wurde noch der Schülerprinz Bernd Brodda geehrt. „Taxi - Stankewitz“ - von Heinz Chemnitzer als „Stankowski“ bezeichnet - ehrte unser beliebtes Präsidentenpaar durch ein Blumengeschenk.

Am Dienstag ging um 17.00 Uhr nochmals ein prächtiges Regiment durch die Straßen. Beim abendlichen Krönungsballbegrüßte Josef Vaassen die Königspaare und zahlreichen Gäste. Er glaubte, dass wir den Worten des Gottesdienstes gerecht wurden, wir hätten richtig gefeiert. Dem neuen Königspaar Georg II. (Klein) und Königin Christa wurden die Insignien überreicht und Josef Vaassen ernannte sie irrtümlich zum Königspaar 1978 / 77. Dass beide sich über die Würde freuten, war deutlich zu sehen. Zur Eröffnung der Gratulationscour zeigten die beiden „Kleins“ ihr Können als Fahnenschwenker. Auch hier, wie in den letzten Jahren, der 12. Jägerzug mit neuen Ideen. Sie überreichten mit dem Lied von der „Schwäb´chen Eisenbahn“ eine elektrische Eisenbahn in Miniatur dem neuen Königspaar.. Die Stimmung im Zelt war so gut, dass nach langen Jahren wieder eine Polonaise durchs Festzelt zog. Dabei demonstrierte der 5. Jägerzug Striptease auf „tiefster Ebene“.

So fand ein Fest seinen Ausklang in friedlicher Harmonie, mit rückläufigen Besucherzahlen - aber nicht entmutigend - und der Hauptfeststellung:

In Horrem wird weiter ein urwüchsiges Schützenfest gefeiert.

 

Am 10. September 78 wurde unser bisheriger Präses Pastor Karl - Heinz Kronen in seiner neuen Pfarre St. Josef in Düsseldorf - Holthausen eingeführt. Er bekam von uns ein kleines Andenken an seine 13jährige Tätigkeit als Präses übereicht.

 

Dieses ist ein Bericht über das längste Geschäftsjahr in der Vereinsgeschichte. Durch Verlegung des Geschäftsjahres gleich dem Kalenderjahr kam dieses 15monatige Geschäftsjahr zustande.

 

Am 17.10.78 fand ein Treffen zwischen unserem und dem RSH - Vorstand wegen der gemeinsamen Frühkirmes statt. Auf einer Vorstandsversammlung am 20.10.78 wurden nähere Einzelheiten besprochen. Hier wurde der Vorschlag aufgenommen, dem RSH eine Spende von 2.000,- DM als Zuschuß zum 60jährigen des Fußballklubs zu geben.

 

Die nächste Offiziersversammlung fand am 09.11.78 im Pfarrheim statt. Hierzu gab es Freibier von Fritz von der Warth und unserem Schießmeister Theo Esser, welcher am gleichen Tag seinen Namenstag feierte. Auch hier wurde eine kritische Analyse vom vergangenen Schützenfest gemacht, z.B. Ruhe bei der Totenehrung, weniger Füllhörner als gemeldet, evtl. Mützen für die Grenadiere, Kassendienst, usw. Über einen neuen Zugweg wurde diskutiert.

 

Am 20.11.78 fand im Pfarrheim die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Hier begrüßte Josef Vaassen S.M. Georg II. und unseren neuen Präses, Pfarrer Reinery besonders. Kasse und Haushalts-plan wurden entlastet, bzw. einstimmig angenommen. Auch der Jahresbericht fand die Zustimmung aller. Theo Esser gab u.a. in seinem Bericht den 3. Platz der Horremer Mannschaft im Dr. Geldmacher Pokal bekannt. Als Wahlleiter für die anstehende Wahl fungierte aus der Versammlung unser Ehrenkassierer Josef Päfgen. Einstimmig wurde der Gesamtvorstand entlastet. Außer dem Posten des 2. Kassierers - neu mit Winfried Clemens besetzt - wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt.

Heftige Debatten gab es um die gemeinsame Gestaltung der Frühkirmes mit dem RSH. Letztlich wurde dem Vorschlag des Vorstandes mit einer 2.000,- DM - Spende in Mehrheit zugestimmt.

 

Am 01.12.78 nahmen wir an einer Sitzung des Stadtverbandes bei Halfter teil.

 

Der diesjährige Bruderschaftstag fand am 03.12.78 in Stürzelberg satt. Wir nahmen mit einer starken Abordnung daran teil. Der Hochmeister des Bundes der Deutschen Schützenbruderschaften - Graf Spree - sprach zum Thema: „Wachsamkeit des christlichen Schützen, bzw. der christlichen Bruderschaft.“

1.  Tapferkeit im Glauben (nicht dem Zeitgeist nachgeben)!

2.  Ein Ja zu unserem Bekenntnis.

 

(Grundwerte sollen bekannt und erhalten werden, nichtchristlich Lebende kein Amt in der Bruderschaft, usw.)

3. Ein Ja zur Hoffnung.

(Bei unseren Festen kommt ein Gemeinsinn zum Tragen wie sonst kaum. Wo kommen so viele    Gesinnungen zusammen, wie bei unseren Schützenfesten? Wo spricht man so viel zusammen, wo spricht man s oft Fremde an? Wir brauchen wieder Männer, die den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen und deutlich ihre - wenn auch manchmal unangenehme - Meinung zu sagen.)

 

Am 06.12.78 fand die nächste Vorstandssitzung statt.

 

Am 20.12.78 wurde von der Kreissparkasse eine Spende von 5.000,- DM für unseren Schießstand überreicht.

 

Ende Dezember überreichte Josef Vaassen zusammen mit S.M. Georg II. insgesamt 11 Aussiedlern ein Weihnachtsgeschenk von je 50,- DM. Am gleichen Tag fand auch ein Treffen des Gesamtvorstandes im Pfarrheim statt.

© Sankt Hubertus-Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem   -Version 3/2014/NH-