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1974

Am 02. Februar wurde wiederum ein Altenfest von der Schützenbruderschaft ausgerichtet.

 

Zur Finanzierung des neuen Schießstandes wurde am 02. März die erste Altpapiersammlung durchgeführt.

 

Die erste außerordentliche Mitgliederversammlung im Jahre 1974 wurde auf den 26. April einberufen. Um 20.30 Uhr eröffnete Präsident Josef Vaassen dieselbe mit einem Willkommensgruß insbesondere an SM Theo II. (Esser) und Präses Pfr. Kronen. Der Begrüßung folgte das Gedenken an die Toten. Wie aus der Einladung hervorging, sollten die Schützen insbesondere über die getätigten und noch anstehenden Aufgaben unterrichtet werden. So konnte er mitteilen, daß die Vorbereitungen für das Schützenfest 1974 nahezu abgeschlossen sind.

 

Präses Pfr. Kronen gab einige Erläuterungen zu dem im Bau befindlichen Pfarrzentrum, deren Arbeiten zügig vorangingen. Da die Inneneinrichtung bekanntlich von der Pfarre selbst finanziert werden müsse, bat er um eine angemessene Spende.

Präsident Josef Vaassen schlug vor, hierzu einen Betrag von DM 500,- zur Verfügung zu stellen. Diesem Vorschlag wurde einstimmig entsprochen.

Einen breiteren Raum nahm das Vorhaben bezüglich der Errichtung des neuen Schießstandes ein. Er teilte mit, daß vor Genehmigung der Anlage noch mit verschiedenen Schwierigkeiten zu rechnen sei, hoffe aber, daß diese überwunden werden können. Insbesondere aber bat er um freiwillige Helfer, wenn mit dem Bau begonnen werden kann.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden Anfragen beantwortet und Anregungen entgegen genommen. Schluß der Versammlung gegen 23.30 Uhr.

 

Nach Teilnahme an der Fronleichnamsprozession am 13. Juni wurde am Nachmittag des gleichen Tages das übliche Preis- und Pokalschießen durchgeführt. Die Siegerehrung erfolgt am Schützenfestmontag.

 

Dank des herrlichen Wetters konnten Schützen und Gäste an einem Feldgottesdienst am Sonntagmorgen teilnehmen. Die hl. Messe zelebrierte Präses Pfr. Kronen. Hierzu sang der Kirchenchor unter Leitung des Chorleiters Josef Klein. Nach dem Gottesdienst formierte sich das Regiment zum morgendlichen Vorbeimarsch auf der Knechtstedener Straße vor SM Theo Esser, den der Einladung gefolgten Schützenkönigen aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich sowie den Gästen. Neben den vorgenannten begrüßte Josef Vaassen im Festzelt die Vorstandsmitglieder der Vereine aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, ferner Bürgermeister Dr. Geldmacher, den 2. Bürgermeister Blömacher, Stadtbaudirektor Bucholz und Vertreter der KAB Horrem. Sein Dank galt an diesem Morgen aber auch den Horremer Schützen und deren Frauen.

 

Eine besondere Ehrung wurde bei diesem Festkommers dem Oberst des Schützenregiments, Fritz von der Warth, zuteil. In Abwesenheit des Bezirksvorstandes überreichte Präsident Josef Vaassen dem Oberst für besondere Verdienste den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

Es erhielten das Verdienstkreuz: Heinrich Peters, Josef Päfgen, Herbert Päfgen und Bruno Köberich. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Theo Esser, Gerd König, Matthias Reibel, Bruno Köberich, Heinz Chemnitzer, Simon Clemens und Hermann Klein.

 

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Dr. Geldmacher insbesondere den Schützengeist in Horrem.

Präsident Josef Vaassen bedankte sich noch einmal bei allen Stellen des Rates und der Verwaltung, sowie der Horremer Pfarrei, mit denen es durch Verhandlungen gelungen ist, den jetzigen Schützenplatz sicherzustellen.

Viele Zuschauer erlebten am Samstagnachmittag den von Oberst von der Warth angeführten Festzug mit dem Höhepunkt des Vorbeimarsches auf der Knechtstedener Str. vor dem Königspaar Theo und Helene Esser, sowie dem Vorstand und Gästen. Besonderen Beifall erhielt der Fahnenschwenker Manfred Klein, der vom 5. Jägerzug verpflichtet worden war.

Im Festzelt begrüßte der Präsident, nachdem er für den schönen Zug gedankt hatte, den Bezirkspräses Pfr. Schönherr und Bezirksoberst Karl Brockers.

In dem wiederum vollbesetzten Festzelt fand die Abendveranstaltung zu Ehren des Königspaares statt. Mit dem Abschluss desselben war auch der Zeitpunkt gekommen, wo König Theo und Königin Helene, wie alle Vorgänger sich auf den Abschied vorbereiten mussten.

Nach dem Gottesdienst am Montagmorgen trafen sich die Schützen zum kleinen Kommers im Festzelt. Zu den Teilnehmern gehörten auch die Geistlichkeit Pfr. Kronen und Kaplan Marron, sowie die Belegschaftsmitglieder der hiesigen Unternehmen. Während dem Kommers wurden die 12 Zugkönige, sowie der Edelknabenkönig Wilfried Vaassen durch Theo II. eingeführt. Auch an diesem Morgen bewies Manfred Klein, dass er die Kunst des Fahnenschwenkens beherrscht. Präsident und Schützenkönig ehrten sodann die Sieger des Pokal- und Preißchießens vom Fronleichnamstag. Mit 36 Ringen wurde Otto Pesch neuer Prinz, bester Einzelschütze wurde Friedhelm Krüger mit ebenfalls 36 Ringen. Die Sieger des Pokalschießens waren: 3. Jägerzug mit 105 Ringen, der 7. Jägerzug mit 101 Ringen und der 9. Jägerzug mit 98 Ringen.

 

Sieger des Preißchießens wurden: der 6. Jägerzug 105 Ringen, der 10. Jägerzug 102 Ringen und der
2. Jägerzug 101 Ringen. Ebenfalls wurden die Prämien für den Fackelbau verteilt.

Auch standen einige Beförderungen auf dem Programm, welche durch Oberst Fritz von der Warth ausgesprochen wurden. Es waren diese: Bruno Köberich zum Major, Peter Müller zum Hauptmann und Werner Lampert zum Leutnant. Für 20jährige Mitgliedschaft zur Bruderschaft erhielt Ferdi Meuser einen Orden.

Am Nachmittag stand die Weihe des neuen Schießstandes auf dem Programm. Noch einmal brachte Präsident Josef Vaassen zum Ausdruck, wie schwierig es gewesen sei, dieses Werk zu vollenden. Dank der Mithilfe des Planers und Sachverständigen Grunewald, der Familie Päfgen, Ludwig Gils, der Firma Jansen und nicht zuletzt einiger ständiger Mithelfer wurde es dann doch geschafft. Die kirchliche Weihe wurde durch Pfr. Kronen vorgenommen. In seiner Eigenschaft als Schießmeister schloß sich Theo Esser dem Dank gegenüber allen Helfern an.

Mit dem ersten Schuß auf dem neuen Stand eröffnete Präsident Josef Vaassen dann den Wettbewerb um den Wanderpokal der ehemaligen Schützenkönige. Mit dem 103. Schuß holte ihn dann Peter Pesch von der Stange und war damit Pokalinhaber für das Jahr 1974 / 75.

Danach setzte wiederum ein spannendes Schießen unter mehreren Bewerbern um die neue Königswürde ein. Der entscheidende Schuß fiel um 16.55 Uhr, ausgeführt von Heinrich Peters, Leutnant und Fahnenoffizier im 1. Jägerzug. Schießmeister Hans Zaum stellte fest, daß der Königsvogel den 83. Schuß nicht mehr vertragen hat. Präsident Josef Vaassen legte Heinrich Peters den Königsorden um und proklamierte ihn zum König Heinrich II. Mit dem abendlichen Familienball wurde dieser Tag beschlossen.

 

Nun galt es, den letzten Tag des Schützenfestes 1974 gebührend zu feiern. Eröffnet wurde dieser mit dem Festzug um 17.00 Uhr, mit einem Vorbeimarsch vor dem alten und neuen Königspaar. Höhepunkt war das Geleit von König Heinrich II. und Königin Netta Peters zum Krönungsball ins Festzelt. Präsident Josef Vaassen bedankte sich bei dem scheidenden Königspaar Theo und Helene Esser für die Leistungen in deren Regierungsjahr 1973 / 74. Nach der Anlegung des Königssilbers für Heinrich Peters und Krone für Königin Netta wünschte er beiden ein glückliches Regierungsjahr 1974 / 75. Mit der späteren Gratulationscour wurde der erste Teil des Krönungsballs beschlossen. Seinen Abschluß fand das Schützenfest 1974 mit einem langen Tanz- und Unterhaltungsabend bis nach Mitternacht.

 

Zu Beginn des Geschäftsjahres 1974 / 75 besuchte eine Abordnung von 12 Personen den Bruderschaftstag (08.12.74) in Neuß, Furtherhof Str. in der Pfarre St. Thomas - Morus. Hier hörten wir einen interessanten Vortrag zum Thema „Außenseiter der Gesellschaft“. Es wurde jedem der Teilnehmer klar, daß wir nicht nur Schützenbrüder sein können, sondern auch in brüderlicher Nächstenliebe tätig sein müssen. In der anschließenden Diskussion wurde auch das Problem der Schützenbrüder, die nicht in einer Ehe nach katholischem Geist leben, angesprochen. Es wurde darauf hingewiesen, daß momentan an keiner Änderung dieser gewiß nicht leichten Regelung gedacht ist.

© Sankt Hubertus-Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem   -Version 3/2014/NH-