Startseite I Grußwort I Kontakt I Sitemap I Impressum                                                           Login für Pressevertreter

Sie befinden sich hier: Chronik > 1971

1971

Der Pfarrgemeinderat gab am 03.01.1971 einen Neujahrsempfang, zu dem auch die Vereinsvorstände eingeladen waren. Die St. Sebastianus - Schützenbruderschaft Büttgen stellte mit Schreiben vom 03.01.1971 den Antrag an den Vorstand des Bezirksverbandes Neuß, eine von ihr erstellte, neue Satzung, sowie 5 weitere Anträge einer Delegiertenversammlung zur Beratung und Entscheidung vorzulegen. Sinn und Zweck dieser Anträge sollte sein, das fast erlahmte Leben im Bezirksverband wieder zu aktivieren. Zu der geforderten Delegiertentagung wurde vom Bezirksvorstand am 20.03.71 nach Büttgen eingeladen. bei dieser Tagung kam es zu einer harten, aber sachlichen Aussprache. Die von Büttgen erarbeitete neue Satzung für den Verband Neuß wurde in ihrer Fassung angenommen.

 

Im Februar 1971 wurden die Veranstaltungen der Karnevalszeit im Saal durchgeführt, d.h. Veranstalter war an jedem der vier Tage ein anderer Verein.

 

 

Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten am 07.04.91 das Ehepaar Wilhelm und Martha Vorstheim. Das seit Gründung der Bruderschaft angehörende Mitglied wurde entsprechend geehrt.

 

 

Am 28.04. wurde uns die Niederschrift der Delegiertentagung der Histor. Deutschen Bruderschaften in Münster zugestellt. Hier wurden besonders richtungsweisende Aufgaben für die Zukunft angesprochen. Zu einer zweiten Delegiertenversammlung lud der Bezirksvorstand am 15.05.71 nach Neuß ein. Der neuernannte Bezirkspräses Pater Schönherr stellte sich den Vertretern der Bruderschaften vor. Er versprach zu versuchen, die ihm gestellten Aufgaben zur Zufriedenheit aller durchzuführen.

 

Der Stadtverwaltung Dormagen wurde am 15.05.71 ein Schreiben zugestellt, im Sinne des von der letzten Jahreshauptversammlung gefassten Beschlusses bezüglich des stadteigenen Grundstückes, das wir als Schützenplatz benutzen, mit der Bitte um Aufklärung darüber, ob uns dieser Platz auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Gleichzeitig wurden Vorschläge unterbreitet, wie dieser Platz ganzjährig genutzt werden könnte. Vorstehendes Schreiben wurde auch dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien zur Kenntnisnahme zugestellt.

In Begleitung des 1. Jägerzuges fuhr unser Königspaar Ludwig und Therese Gils am 16.05.71 zum Bundesköniginnentag nach Neheim - Hüsten. Zugunsten der neuen Verbandsbildungsstätte rief die derzeitige Bundeskönigin zu einer Sammlung in den Bruderschaften auf.

 

In der Mitgliederversammlung am 21.05.71 wurde beschlossen, die Wahlberechtigung auf das 18. Lebensjahr festzusetzen. Das am 18.05. an die Stadtverwaltung gerichtete Schreiben wurde am 02. Juni vom Stadtbaudirektor dahingehend beantwortet, dass zwar Pläne für ein Sportzentrum erarbeitet wurden, aber über die Gestaltung des jetzigen Schützenplatzes in nächster Zeit noch keine Entscheidung zu erwarten wäre. Im Juni verstarb unser Mitglied Peter Pohl sen., der über 40 Jahre der Bruderschaft angehörte.

 

Am Königs- und Oberstehrenabend - 24.07.71 - beteiligten sich die Schützen mit ihren Frauen. Die von der Bundeskönigin empfohlene Sammlung erbrachte den betrag von 156,- DM und wurde dem Verband überwiesen. Präsident Josef Vaassen vollendete am 02. August sein 50. Lebensjahr. Dieser Geburtstag war für ihn, seine Schützenbrüder und Freunde ein echter Anlass, am Abend in froher Runde zu feiern.

 

Die letzte Mitgliederversammlung vor dem Fest wurde am 13.08. gehalten. Im wesentlichen diente die Versammlung nur dem Zweck, die Schützen über den Ablauf des Festes und ihre Aufgaben während diesem zu informieren. Präsident Josef Vaassen wünschte allen Schützen, ein wirkliches Fest der Freude feiern zu wollen.

 

Am 28.08.1971 um 12.00 Uhr kündigte Schießmeister Theo Esser das Fest mit Böllerschüssen an. Mit klingendem Spiel zog dann am Nachmittag das Tambourcorps durch die Straßen Bei Einbruch der Dunkelheit wurde S.M. Ludwig I. von der Residenz abgeholt. Am Ehrenmal legte der Präsident einen Kranz nieder und gedachte der Toten und Gefallenen. Kirschenchor, Musikkapelle und Tambourcorps umrahmten die Feier mit Gesang und musikalischen Darbietungen, die dann mit dem großen Zapfenstreich endete. Der 7. Jägerzug hatte eine Großfackel gebaut und als Motiv den seit langem im Gespräch stehende Schützenplatz gewählt. Die hl. Messe am Sonntagmorgen wurde als Feldgottesdienst gefeiert. In seiner Predigt wies Präses Pfarrer Kronen darauf hin, dass bei uns Friede und Festesstimmung herrsche, während in Ostpakistan Not und Flüchtlingselend den Alltag bestimm. Die möge jeder bei der heutigen Kollekte bedenken, die hierfür bestimmt sei. Zum ersten Vorbeimarsch vor König und Gästen formierte sich das Schützenregiment nach der Messe. Beim anschließenden Festkommers begrüßte Präsident Josef Vaassen sodann S.M. Ludwig I., die Könige aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven und deren Begleitung, sowie Bürgermeister Dr. Geldmacher, 2. Bürgermeister Blömacher, Hauptkommissar Brauer, Schulleiter Trost und Matzeit, Vertreter der KAB Wenzel und Lippmann, die später eingetroffenen Herren Präses Pfarrer Kronen , Brauereidirektor Schwarz, die Fahnengruppe aus Reuschenberg und ganz besonders die Horremer Schützen. Mit der Verleihung des Silbernen Verdienstkreuzes wurden geehrt: Heinrich Güsgen als Mitgründer der Bruderschaft, Hermann - Josef Päfgen für 20jährige Führung seines Zuges. Für 40jährige Mitgliedschaft erhielt Peter Klefisch die Verdienstnadel in Gold. Als Geschenk des Königspaares übergab S.M. Ludwig I. der Bruderschaft eine Königinnenschärpe. Eine Erinnerungsmedaille, die er eigens für sich hatte prägen lassen, überreichte er Präsident Vaassen und Bürgermeister Dr. Geldmacher. Zum Festzug am Nachmittag hatte sich auf den Straßen eine unübersehbare Schar von Menschen eingefunden. Bei großer Hitze wurde der Festzug mit Vorbeimarsch durchgeführt. Eines der ältesten Mitglieder, der 78jährige Johann Dung machte den Festzug in einem Grenadierzug mit. Auf dem Höhepunkt der Regierungszeit des Königspaares angekommen, wurde es am Abend mit großem Gefolge zum Königsball geleitet. Im vollbesetzten Festzelt verlief der Ball in fröhlicher Stimmung. Nach dem Gottesdienst am Montagmorgen trafen sich Schützen und Angehörige zum Frühschoppen. Pfarrer Kronen, Lehrerschaft und Belegschaftsmitglieder hiesiger Firmen waren ebenfalls anwesend. An diesem Morgen wurden dann die internen Ehrungen vorgenommen. Es erhielten den Königsorden: Oberst Fritz v. d. Warth, Josef Redenmann, Franz Brodda, Peter Kluth, Hans Vaassen und Andreas Gils. König und Präsident nahmen die Krönung der neuen Zugkönige vor. das Prinzensilber erhielt Peter Kluth (10. Jägerzug), der mit 35 Ringen die Prinzenwürde errungen hatte. Den Siegern des Pokal- und Preisschiessens wurden die hierfür vorgesehenen Preise überreicht; es erhielten den Pokal der 10. Jägerzug mit 103 Ringen vor dem 1. Jägerzug mit 98 Ringen und dem 3. Jägerzug mit 97 Ringen. Sieger des Preisschiessens wurde der 5. Jägerzug mit 105 Ringen, es folgte der Vorstand mit 104 und der 10. Jägerzug mit 103 Ringen. Bester Einzelschütze wurde Hans Lüpschen vom 4. Jägerzug. Befördert wurden Hermann - Josef Päfgen zum Major, Dieter Annacker zum Hauptmann und Anton Stein zum Oberfeldwebel. Das für 14.30 Uhr angesetzte Königsvogelschießen konnte zunächst nicht stattfinden, da der Hersteller des Vogels feststellen musste, dass selbiger spurlos verschwunden war. Grenadieroberst J. Päfgen, in der Fertigung von Königsvögeln nicht unerfahren, sorgte jedoch schnell für Ersatz. Wie seit vielen Jahren setzte, nachdem die Pfänder herunter geholt waren, ein spannender Kampf um die Königswürde ein. Schon um 16.25 Uhr hatte es mit dem 114. Schuss Hauptmann Peter Schnocks vom 3. Jägerzug geschafft. Präsident Vaassen stellte ihn dann im Zelt als neue Majestät Peter III. vor und das erste 3fache Hoch erschallte. Mit einem schönen Familienball ging dann auch dieser Tag zu Ende. Am Dienstag hatten die Schützen bis zum Festzug Ruhe, man traf sich jedoch in den Zügen. Der Festzug begann um 17.00 Uhr und endete mit dem Vorbeimarsch an den alten und neuen Königspaaren. Um 20.00 Uhr wurde das neue Königspaar von der Residenz zum Königsball geleitet. Der Präsident eröffnete die Krönungszeremonien mit Dankes- und Abschiedsworten für das alte Königspaar, bevor er dem neuen Paar nun Königssilber, Krönchen und Schärpe anlegte. Dann gab er der Hoffnung Ausdruck, dass nun wieder ein alter Horremer Junge die Würde und Bürde für ein Jahr mit Begeisterung tragen würde und proklamierte das Paar als S.M. Peter III. und Königin Josefine (Schnocks). Ein begeistertes 3faches Hoch und der Ehrentanz beendete die Krönung. Während der Gratulationscour überbrachten die Züge und vereine Blumen und Geschenke. Mit dem bis lange nach Mitternacht dauernden Krönungsball ging ein schönes Fest zu Ende, zu dem uns auch noch strahlender Sonnenschein geschenkt wurde. Zusammenfassend kann festgestellt werden, das sich die Arbeit im vergangenen Jahr wieder einmal gelohnt hat.

 

Am 19.09.1971 fand in Monheim das Bundeskönigsschießen statt. Mit einer großen Abordnung begleiteten wir auch unser Königspaar dorthin.

 

Zu einer Bürgerversammlung hatte die CDU am 29.09. eingeladen. Da u. a. auch das Thema „Neuer Schützenplatz" zur Sprache kommen sollte, waren wir natürlich stark vertreten.

 

Unsere Jahreshauptversammlung hielten wir am 17.11.1971 ab. Wie immer war der wichtigste Punkt die Berichterstattung des Kassenwartes. Die Rechnungsprüfer bestätigten ihm eine sehr gute Rechnungsführung. Im vorgelegten Haushaltsplan 1971/72, er bewegte sich nahe der 20.000,- DM - Grenze, wurde die Entwicklung von der früheren, kleinen Dorfkirmes zum heutigen Schützenfest besonders deutlich. Als Folge der Verteuerungswelle wurde beschlossen, das Königsgeld um 400.- DM auf 1.000,- DM zu erhöhen. Auf eine Beitragerhöhung konnte diesjährig noch verzichtet werden, da die Kassenlage dies rechtfertigte. Zum Thema „Satzungen" sprach zum Punkt „Verschiedenes" Präses Pfarrer Kronen. Sein darin immer wieder zum Ausdruck gebrachter Wunsch war es, dass die Schützen auch nach Schützenfest öfters zusammen kämen. An vielen in Horrem anstehenden Problemen könnte man auf diese Weise mit arbeiten und tätig werden. Letztlich gehört dies unseren Satzungen nach auch zu unseren Aufgaben. Von mehr als 200 Mitgliedern nahmen nur 80 an Jahreshauptversammlung teil.

 

Die Ausrichtung des diesjährigen Bruderschaftstages des Bezirksverbandes Neuß hatte Büttgen -Vorst übernommen. Nach der Messfeier sprach der bekannte Pater Mario Galli aus Zürich zum Thema „Ein Versuch, ehrlich zu glauben". Ein dicht besetzter Saal dankte mit anhaltendem Beifall dem Redner für seine Ausführungen, die er für jeden verständlich, zum Ausdruck brachte. An einem religiösen Gespräch am 2. Adventssonntag nahmen 8 unserer Mitglieder teil. Im Jahresbericht des Pfarrgemeinderates wurde auch erwähnt, dass die Bruderschaft am Leben der Pfarre teilnimmt.

© Sankt Hubertus-Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem   -Version 3/2014/NH-