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1962

In Köln fand eine Versammlung der Delegierten des Zentralverbandes statt. Der Präsident und die Kassierer nehmen an dieser Tagung teil. Die Bezirksversammlung des Verbandes Neuß besuchten wir ebenfalls. Unsere erste Vorstandssitzung und Generalversammlung fand im Mai statt. Präsident Hansen berichtete über die beiden Tagungen. Er wies besonders auf den Bezug der Zeitschrift „Der Schützenbruder" - das Organ des Zentralverbandes - hin. Auf Wunsch des Verbandes sollen mindestens 50 % der Schützen geworben werden. Ebenso wurde darauf hingewiesen, dass es unsere Pflicht sei, dem Zentralverband die Treue zu halten. Dies sind und bleiben wir den Gründern unseres Vereins schuldig. Wegen der außerordentlichen Ausgaben der letzten Jahre wird der Vereinsbeitrag um DM 1,00 auf DM 7,00 erhöht werden. Erfreulich hoch war die Teilnahme der Schützen an der Fronleichnamsprozession. Am Nachmittag diese Tages fand das Pokalschießen statt. Um die Würde des Tages zu wahren, wurde die Siegerehrung, verbunden mit Tanz, auf den darauf folgenden Sonntag verlegt. Die Vorbereitungen für das Schützenfest konnten abgeschlossen werden. Neue Beisitzer wurden Heinrich Päfgen, Michael Lüpschen und Heinrich Güsgen.

 

Unser Herr Präses, Pfarrer Gottfried Schmitz feierte im Monat März sein 40jähriges Ortsjubiläum.

 

Aus diesem Grunde überreichte ihm die Bruderschaft ein Geldgeschenk für die neuen Glocken.

 

Im August wurde die letzte Generalversammlung vor dem Schützenfest einberufen. S.M. Theo I. (Höhndorf) spendete das Königsbier. Für dieses und wohl auch für die nächsten Jahre wurde ein größeres Zelt gemietet. Das Schützenfest wurde vom 01. bis 04. September gefeiert. Trotz herrlichem Wetter fiel ein Schatten auf unser Fest: zu Beginn des Fackelzuges am Samstag verschied einer der Gründer unserer Bruderschaft und zweimaliger König - Herr Johann Kluth. Es war in seinem Sinne, dass das Fest in gewohnter Weise weiter gefeiert wurde. Mit dem gemeinsamen Kirchgang begann der Sonntag, das hl. Messopfer wurde für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft gefeiert. Bei der anschließenden Totenehrung am Denkmal, welches Johann Clemens wieder mit einer Blumentafel geschmückt hatte, hielt der 2. Vorsitzende, Herr Hauptlehrer Breuer, die Ansprache. Beim Festkommers begrüßte der Präsident S.M. Theo I. und als Gäste die Majestäten von Dormagen, Delhoven und Hackenbroich, sowie deren Begleitung und die Vertreter von Amt und Verwaltung. Dem Vorstand und den Schützenbrüdern dankte er für die geleistete Arbeit im Laufe des Jahres. Für 40jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Johann Peiffer und Damian Esser, für 25jährige Treue Mich. Lüpschen, Johann Detmer, Fritz von der Warth, Herrmann Spinrath und Hans Fischenich. Oberstleutnant Josef Klein erhielt für das Tambourcorps einen neuen Tambourstab, nachdem er den alten 30 Jahre geschwungen hatte. Amtsbürgermeister Dr. Gerstner wünscht in seiner Ansprache der Horremer Bruderschaft ein Fest nach „alter Väter Sitte". Bei herrlichem Wetter führte Josef Vaaßen, erstmalig als Oberst das Regiment zum Festzug und zur Parade. Der Königsball am Abend beschloss den ersten Festtag. Im Zeichen der Kinderbelustigung und des geselligen Beisammenseins der Schützen stand der Montag bis zum Königsvogelschießen. Edelknabenkönig wurde Werner Goffarth. Nachdem S.M. Theo I. vom Regiment zum Schießstand geleitet wurde, begann dort, nach den Ehrenschüssen ein Wettbewerb um die Königswürde. Mit dem 56. Schuss entschied der Schießmeister Peter Pesch das Schießen für sich, indem er den Vogel von der Stange holte. Unter dem Jubel der Anwesenden wurde er vom Präsident Hansen zum neuen Schützenkönig beglückwünscht und im Festzelt zum König Peter II. proklamiert. Der abendliche Familienball mit der alten und neuen Majestät beschloss den zweiten Tag. Der Dienstag begann mit dem gemeinsamen Kirchgang, Frühschoppen und Festzug am Nachmittag vor der alten und neuen Majestät. Am Abend wurde dann das neue Königspaar über die festlich beleuchtete Knechtstedener Straße zum Festzelt geleitet. Präsident Hans Hansen leitete die Krönungszeremonie mit einer Dankansprache an das scheidende Königspaar ein. Indem er S.M. Theo I. und Königin Waltraud das Königssilber und Diadem annahm und dem neuen Königspaar anlegte, proklamierte er das Paar als Schützenkönigspaar 1962 / 63 zur Majestät Peter II. und Königin Kathi. S.M. Peter II. versprach in seiner Ansprache, der Bruderschaft ein guter König und Förderer zu sein. Bundesmeister Ludwig Krekeler gratulierte im Namen des Bezirksverbandes Neuß und wünschte ein erfolgreiches Schützenjahr. Die Glückwünsche der Verwaltung überbrachte Amtsbürgermeister Dr. Gerstner. Die Gratulationscour wurde mit dem Aufmarsch der Offiziere beendet! Mit dem Krönungsball fand wieder ein echtes Heimatfest seinen würdigen Abschluss.

 

Am Sonntag nach Schützenfest wurden die neuen Glocken geweiht! Sie tragen die Namen „Zur hl. Familie", „St. Wendelinus", St. Anna", „St. Hubertus" und "St. Martinus". Die Patenschaft für die Glocke „St. Hubertus" übernahm Präsident Hansen. Im Oktober fand die erste Generalversammlung nach dem Fest statt. Die Vereinskasse hat sich nach dem Fest gut erholt, die gute Kassenführung wurde durch 3 Kassenprüfer bestätigt. Zum jeweiligen neuen Fest soll ein fester Kassenbestand vorhanden sein, zur Zeit 800,- DM, welcher aber von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden soll. Mit dem Ablauf des Festes waren alle sehr zufrieden. Der 2. Vorsitzende, der 2. Schriftführer und der 2. Kassierer wurden alle in ihrem Amte einstimmig wieder gewählt. Für seine langjährige Tätigkeit wurde Hubert Esser zum Ehrenschießmeister ernannt. Das Amt des 1. Schießmeisters übernimmt Peter Pesch und das des 2. Schießmeisters Albert Lensing. Zum Hubertustag wurde eine hl. Messe für die Verstorbenen mit Gemeinschaftskommunion gefeiert. Der Martinszug fand wieder unter Leitung von Hauptlehrer Breuer statt. Den glanzvollen Abschluss des Vereinsjahres bildete wie alljährlich das Fest des St. Martintages. Zu einem Höhepunkt des diesjährigen Festes kam es, als Schulleiter Hauptlehrer Breuer im Namen der Bruderschaft, besonders im Namen der Kinder, dem Schützenbruder Martin Kluth für seinen 25. Darstellung des „St. Martin" herzlich dankte

© Sankt Hubertus-Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem   -Version 3/2014/NH-