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1958

Anfang des neuen Jahres begann der Denkmalausschuß mit der Planung des Kriegerehrenmals. Die Mehrheit entschied sich für die Aufstellung an der kleinen Wand der neuen Kirche. In einer Reihe von Besprechungen mit Kirchenvorstand und Diözesandombaumeister einigte man sich auf den Entwurf von Dunkel und Zens. Von den vorgenannten Stellen hätte die Bruderschaft gerne die Annahme eines anderen Entwurfes gesehen. Da der Kirchenneubau erst Ende des Jahres fertig wurde, musste die Errichtung des Denkmals bis1959 verlegt werden. Auf der Generalversammlung im Mai wurden  500 DM von der Bruderschaft für die neue Kirche gestiftet. Die Gesamtkosten für das neue Denkmal wurden mit 6.000 DM veranschlagt. Nachdem sich die Gemeindeverwaltung mit 2.000 DM beteiligte, übernahm die Bruderschaft, nach Durchführung einer Sammlung im Ort, welche etwa 2.200 DM erbrachte, die Restfinanzierung von 1.800 DM. An der Fronleichnamsprozession nahm die Bruderschaft wieder geschlossen teil. Für den Nachmittag war das Pokalschießen angesetzt. Von 108 möglichen Ringen gewann den Pokal die Feuerwehr mit 96 Ringen. Auf der letzten Generalversammlung wurde Peter Pesch als Jägermajor und Walter Hilden als Adjutant bestätigt. Den Mitgliedern wurde das Festprogramm bekannt gegeben. Als die Königin erschien, um für die Diasporakirche in Michelstadt zu sammeln, wurde sie mit großer Freude begrüßt, nach dem Sammelergebnis konnten wir 50 DM überweisen.

 

Das Schützenfest wurde vom 30.08. bis 02.09. gefeiert. Bei herrlichem Herbstwetter begann der Samstagabend mit dem üblichen Fackelzug, das Festzelt war bereits dicht besetzt. Der Vorstand konnte sich am Sonntagmorgen darüber freuen, dass die Schützen dem Aufruf zum pünktlichen und zahlreichen Besuch der Hl. Messe gefolgt waren. Im Festzelt wurden für 25jährige Mitgliedschaft geehrt: Wilhelm Schümmer, Arthur Überacker, Peter Pesch und Johann Schumacher. SM Johann IX. überreichte Peter Schnocks und Arthur Überacker einen Orden als Dank für das Feuerwerk, und seinen Zugkameraden Johann Päfgen, Adam Odendahl und Leo Keller für die Ausschmückung. der MGV „Concordia" Dormagen umrahmte den Festkommers mit einigen Liedern, beim Hochamt wurde die „Deutsche Messe" von Schubert gesungen. Mit einem schönen, aber auch ausnahmsweise kleinen Festzug und mit Tanz und Unterhaltung verlief der Tag in schönster Harmonie; dem Höhepunkt des Montags stand nichts mehr im Wege. Es sollte aber anders kommen; nachdem sich in den vergangenen Jahren so viele um die Königswürde bemüht hatten, mußte diesmal das Schießen Nach den Ehrenschüssen eingestellt werden, weil einfach keiner mehr so recht den Mut hatte, auf den Vogel zu schießen. Doch Ende gut, alles gut! Unser Kassierer Josef Päfgen besprach sich kurz mit dem Familienrat und auch unser Jägermajor Peter Pesch sagte sich inzwischen auch, daß es so nicht weitergehen kann. Dann schossen beide, was die Büchsen hergaben. Unter großem Jubel tat endlich Josef Päfgen den entscheidenden Schuß und holte den Vogel von der Stange. Trotz seines Schwergewichtes ließen es sich die Schützen nicht nehmen, ihn kurz auf die Schulter zu nehmen. Die Situation war gerettet, der neue König hieß Josef Päfgen - Josef III. 

 

(Josef Päfgen, geb. 15.10.1901 in Horrem, Bundesbahn - Obersekretär, seit 1920 in der Bruderschaft, Grenadier, ab 1935 im Vorstand Schriftführer, bzw. Kassierer; verheiratet mit Margarete, geb. Güsgen)

 

Mit ihm wurde wieder ein alter Horremer zum König gekrönt. So wie er sich jahrelang dem Verein als Vorstandsmitglied aufopferte, so wurde er auch hier wieder zum Retter. Beim abschließenden Krönungsball am Dienstag dankten die Redner und die Schützen König Josef III. besonders herzlich und auch Johann IX. war mit seinem Nachfolger mehr als zufrieden.

 

1.000 DM Überschuß konnte nach dem Fest bekannt gegeben werden. Auf der Versammlung schlug Josef III. vor, dem nächsten König 600 DM zu geben. Dieser Vorschlag wurde angenommen. Im Laufe des Jahres wurde am Bezirksfest und am Dormagener Schützenfest teilgenommen. Im November fand die feierliche Einweihung der neuen Kirche statt.

© Sankt Hubertus-Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem   -Version 3/2014/NH-