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1947

Der 2. Weltkrieg ging am 08. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation zu Ende. Um unser Vaterland und unsere Heimat war es trostlos bestellt. Die wenigen Männer, die daheim waren, hatten alle Hände voll zu tun, um das Leben wieder zu normalisieren. Nach und nach erst kehrten die Soldaten aus der Gefangenschaft zurück. Bald jedoch regte sich der alte Bruderschaftsgeist. Nachdem die Besatzungsmacht der Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus die Genehmigung zur Abhaltung der Kirmesfeiern in alter Weise erteilt hatte, fanden sich am 21. Juli 1947 die Schützenbrüder zur 1. Generalversammlung zusammen. Der alte Ehrenvorsitzende Gottfr. Breuer wurde wieder zum Präsidenten gewählt, 2. Vorsitzender wurde Adam Breuer, 1. Kassierer Josef Klefisch, 2. Kassierer Andreas Päfgen, 1. Schriftführer Wienand Riphahn, 2. Schriftführer Peter Pohl jun., Oberst Johann Riphahn, Adj. Johann Pesch und die Herren Peter Pohl sen., Johann Kluth und Peter Güsgen als Beisitzer. Der 1. Jägerzug stellte die Fahnenabordnung mit Hans Vaaßen, Martin Kluth und Heinz Jüsten. Trotz der katastrophalen Ernährungslage sollte am ersten Sonntag im September das Schützenfest gefeiert werden. Durch Kriegseinwirkungen war der Saal zerstört, daher wurde ein provisorisches Zelt auf dem Hof bei Langel errichtet und dazu eine Tanzfläche aus Allerheiligen beschafft. Da militärähnliche Aufzüge verboten waren, durfte der Schützenzug nur entsprechend den Anordnungen durch die Straßen ziehen. Die größte Sorge war jedoch, dass sich König Joh. Päfgen noch in russischer Gefangenschaft befand. An dieser Stelle sei seiner Gattin gedankt, die das Fest ermöglichte, indem sie sich erbot, an seiner Stelle das Fest zu eröffnen. Erinnert sei auch daran, dass an alkoholischen Getränken „Knollibrandi" und dergleichen getrunken wurde, die Flasche 180,- bis 200,- RM, in eigenen „Brennereien" hergestellt. Da noch nicht wieder geschossen werden durfte, wurde auf das Hahnenköppen zurück gegriffen - Hahnenkönig wurde Josef Heyer. Großer Dank gebührt hier dem amtierenden Vorstand für die Durchführung des 1. Festes nach dem Kriege. An diesem Schützenfest wurde auch daran erinnert, daß vor nunmehr 50 Jahren die Kapelle errichtet wurde und der Küster, Herr Hubert Schumacher sein 50 jähriges Jubiläum feiert. Gleichzeitig wurden die Gründer des Kapellenvereins, die Herren Peter Güsgen, Anton und Heinrich Päfgen besonders geehrt. Das Tambourcorps „Germania" Horrem stellte sich in uneigennütziger Weise zur Verfügung. Der Kassenbestand nach dem Fest betrug 2.000,- RM.

© Sankt Hubertus-Schützenbruderschaft Dormagen-Horrem   -Version 3/2014/NH-